Eco Grand Prix Erstes 24-Stunden-Rennen für E-Fahrzeuge in Deutschland

Elektrofahrzeuge unterschiedlicher Marken treten beim »ecoGP« gegeneinander an – wer schafft die meisten Runden?
Elektrofahrzeuge unterschiedlicher Marken treten beim »ecoGP« gegeneinander an – wer schafft die meisten Runden?

In Deutschland startet am 1. Dezember das weltweit erste internationale 24-Stunden-Rennen für Elektrofahrzeuge. Verschiedene Elektroautos werden zeigen, wie viele Runden sie in der Motorsport-Arena in Oschersleben bewältigen können.

Der Elektroauto-Marathonwettbewerb Eco Grand Prix startete vor fünf Jahren als reine Elektroserie in Spanien und wird nun weiter ausgebaut. Nach dem ersten Schneerennen im März 2018 auf den Bergkuppen in Andorra und dem zweiten Rennen auf der Stammstrecke im spanischen Calafat im September, wird die Deutschlandpremiere in Oschersleben nun als erster internationaler 24-Stunden-Ausdauerwettbewerb für Elektroautos ausgelegt. Zugelassen ist jede Art von reinem Elektrofahrzeug. 18 internationale Teams haben sich bereits angemeldet. Parallel zum Wettbewerb können Besucher an Vorträgen von Langstreckenfahrern teilnehmen, Erfahrungen austauschen und sich für Probefahrten verfügbarer Elektroautomodelle anmelden.

Neben den neuen Modellen von Nissan, Renault, BMW, Kia, Hyundai und Jaguar mit Reichweiten über 300 km wird eins der Elektroautos zu sehen sein, dass die Welt im Jahr 2016 in 80 Tagen (Landstrecke über 29.000 km) umrundet hat. Inzwischen stehen 340.000 km auf dem Tacho. Es wird als Pace Car die Gruppe anführen und später als Safety Car eingesetzt werden. Auch der frisch in Europa eingetroffene Tesla Model 3 wird in Oschersleben stehen.

Regularien

Teams verschiedener Unternehmen treten mit ihren eigenen Firmenfahrzeugen gegen Privatbesitzer an und versuchen, den Rundenrekord in ihrer Klasse aufzustellen. Fahrer dürfen nicht mehr als acht Stunden insgesamt fahren, spätestens nach vier Stunden muss ein Fahrerwechsel stattfinden. Die einfachste Regel lautet: So viele Runden wie möglich fahren! In den Wettbewerben der letzten Jahre zeigte sich, dass das beste Team gewinnt und nicht das vermeintlich bessere Auto, denn es gilt die Fahrerwechselzeit zu optimieren, die Ladestrategie an die Wetterverhältnisse anzupassen und vor allem energieeffizient zu fahren. Durch die winterlichen Bedingungen ist noch nicht abzuschätzen, welche Reichweiten erzielt werden können, weil es keine Supercharger geben wird, sondern lediglich 32-A-Drehstromsteckdosen.

Der Tesla Club Deutschland hat seine Weihnachtsfeier kurz entschlossen auf die Rennstrecke verlegt und überlegt, ein Team zu stellen. Andere internationale Tesla- und Elektroautoclubs suchen noch nach Fahrern. Anmeldeschluss ist der 28. November, die Anzahl der teilnehmenden Fahrzeuge ist auf 56 begrenzt.