Schwerpunkte

Projekt »E-Mobility-LAB Hessen«

Opel Entwicklungszentrum als Reallabor für E-Mobilität

12. November 2018, 10:30 Uhr   |  Andreas Pfeffer

Opel Entwicklungszentrum als Reallabor für E-Mobilität
© Opel

Opel errichtet am Entwicklungszentrum in Rüsselsheim und am Testzentrum in Rodgau-Dudenhofen eine Ladeinfrastruktur mit insgesamt mehr als 160 Ladepunkten.

Opel startet mit einigen Partnern in wenigen Monaten ein Zukunftsprojekt und unterstützt den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für die künftige E-Mobilität. Das Reallabor soll dabei bereits die Mobilitätssituation des Jahres 2035 in Hessen abbilden.

Das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim wird zum Reallabor für Elektromobilität: Opel wird mit der Universität Kassel und den Unternehmen Flavia IT und Plug’n Charge am Aufbau des künftigen Stromnetzes forschen. Das dreijährige Zukunftsprojekt »E-Mobility-LAB Hessen« soll durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden.

Opel errichtet dafür ein intelligentes Lade- und Infrastruktursystem für Elektroautos. Die Installation der ersten Ladesäulen auf dem Opel-Gelände in Rüsselsheim sowie dem Testzentrum in Rodgau-Dudenhofen startet in wenigen Monaten. Insgesamt werden dabei mehr als 160 Ladepunkte entstehen, mit denen die E-Automobilflotte künftig geladen wird. Basierend auf realen Daten werden umfangreiche und fundierte Simulationen einer Vielzahl von Szenarien ermöglicht – das gewährleistet die Übertragbarkeit der Resultate. Erarbeitet wurde das Konzept gemeinsam mit der Denkfabrik der hessischen Energiewende House of Energy.

Der Anteil von Elektrofahrzeugen im Entwicklungsbereich des Herstellers wird dabei eine Mobilitätssituation abbilden, wie sie im Jahr 2035 erwartet wird. So wollen die Projektpartner wertvolle Erkenntnisse über das Ladeverhalten und die Anforderungen an den Netzausbau erhalten. Mit Hilfe eines intelligenten Steuersystems werden Ladestrom und -zeitpunkt an die jeweilige Nutzung der Entwicklungsfahrzeuge angepasst. Mit der smarten Infrastruktur wird realisiert, dass die gesamte Flotte jederzeit bedarfsgerecht geladen ist – und das bei minimalem Ausbau des bestehenden Stromnetzes. Aufbauend auf den gewonnenen Daten können verschiedenste Ladesituationen der Zukunft abgebildet werden.

Display Anzeige über Batteriezustand im Opel AmperaE
© Opel

Die im Fahrzeug befindlichen Energiespeicher werden im »Second Life« zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt.

Im Testzentrum Rodgau-Dudenhofen werden zudem Fahrzeugbatterien des Opel Ampera in einem modularen Batteriespeicher eingesetzt, um Strom vorübergehend zu speichern. Der stationäre Batterieeinsatz im so genannten »Second Life« dient dazu, Verbrauchsspitzen auszubalancieren und so das Stromnetz zu stabilisieren. Insgesamt werden 18 Fahrzeugbatterien in dem Batteriespeicher wiederverwendet, mit deren Speicherkapazität ein Vier-Personen-Haushalt einen Monat lang mit Strom versorgt werden kann.

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