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Entwicklung von E-Achsen für HEVs

Mahle eröffnet neuen Prüfstand für E-Antriebe

24. November 2020, 16:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Mahle eröffnet neuen Prüfstand für E-Antriebe
© Mahle Powertrain

Der Prüfstand von Mahle Powertrain ermöglicht eine genaue Prüfung von elektrischen Antrieben und macht E-Fahrzeuge damit sicher und zuverlässig.

Mahle hat in Stuttgart einen Prüfstand für E-Antriebe in Betrieb genommen. Hier werden künftig E-Achsen und -Antriebsaggregate für Elektro- und Hybridfahrzeuge entwickelt und erprobt. Der Zulieferer hat rund drei Millionen Euro in die neue Anlage investiert.

Auf dem neuen E-Prüfstand in Stuttgart-Fellbach werden künftig  Funktionsentwicklung, die Simulation von dynamischen transienten Betriebsarten, Effizienzmessungen aber auch Torque Vectoring und Radschlupfsimulationen durchgeführt. Auch die Applikation und Bedatung von Kennfeldern, der Test von Hoch- und Niedervoltsystemen und die Untersuchung thermischer Einflüsse gehören zum Leistungsumfang. Zudem können Mahle-Komponenten dort im Systemkontext erprobt werden.

Die Versuchseinrichtung verfügt über eine E-Achsen-Anlage, bestehend aus zwei gegenüberliegend angeordneten Lastmaschinen mit permanentmagneterregten Synchron-Elektromotoren. Die Nennbelastbar­keit liegt bei 350 kW pro Prüfstand und das Spitzendrehmoment beträgt 8.400 Nm (7.000 Nm Dauerdrehmoment). Separate Batteriesimulatoren für Anwen­dungen von 48 bis 1.000 V sowie ein Hochgeschwindigkeits-Leistungs­analysesystem ermöglichen Performance Mapping, Leistungscharakterisierung und Effizienzstudien. 

Darüber hinaus bietet die neue Einrichtung ein leistungsstarkes Klimatisierungs­system, dass für die exakte Simulation der Bedingungen im Fahrzeugbetrieb einen Temperaturbereich von –30 bis +130° C abdeckt. So lässt sich sicherstellen, dass die dort erprobten Antriebe weltweit unter verschiedenen klimatischen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Die Verweildauer eines E-Antriebs auf dem Prüfstand hängt von den jeweiligen Anforderungen ab. Das Spektrum reicht von rund 200 Stunden für die Prüfung einzelner Funktionen bis zu einem ganzen Jahr, wenn ein Dauerlauftest absolviert werden soll. 

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