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Alternative Antriebe

Deutsch-Französische Wasserstoff-Allianz?

07. September 2020, 10:54 Uhr   |  Ute Häußler mit dpa-Material

Deutsch-Französische Wasserstoff-Allianz?
© Honda

Wasserstoff soll als alternativer Antriebsstoff Teil einer klimafreundlichen Mobilität werden.

Waaserstoff gilt als ein aussichtreicher Kandidat für eine massen- und klimataugliche Mobilität. Frankreich will dafür mit Deutschland zusammenarbeiten, am 11. September sollen in Berlin die Gespräche starten. Milliarden sollen in die prestigeträchtige Kooperation fließen.

Große Worte in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender CNews: Nach dem «Airbus der Batterien» strebt Frankreich eine milliardenschwere Zusammenarbeit mit Deutschland in der Wasserstofftechnik an. Wirtschafts- und Finanzminister

Bruno

Le

Maire

will schon an diesem Freitag (11. September) zu Gesprächen nach Berlin reisen.

Le

Maire

sagte in dem TV-Interview, Frankreich wolle langfristig sieben Milliarden Euro in die Wasserstofftechnik investieren, in Deutschland seien neun Milliarden Euro geplant. »Ich hoffe, dass wir es schaffen, beim Wasserstoff ein gemeinsames deutsch-französisches und dann europäisches Vorhaben zu finden«, so der Minister.

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Energieversorgung. Denn bei der Nutzung entstehen keine Treibhausgase. Allerdings muss zur Herstellung zunächst mit großem Energieaufwand Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden. Klimaschonend ist dies nur, wenn dazu wiederum Strom ohne oder mit nur minimalen Treibhausgas-Emissionen während der Erzeugung verwendet wird, also zum Beispiel aus Sonne oder Wind.

Die Nutzung klimafreundlichen Wasserstoffs soll nach dem Willen der Brüsseler EU-Kommission stark ausgebaut werden, um die Energiewende voranzutreiben. Die Behörde hatte im Juli eine Strategie vorgelegt, wonach die Kapazitäten europaweit mit öffentlicher Unterstützung stark wachsen sollen.

Berlin und Paris arbeiten bereits eng beim Aufbau einer europäischen Batteriefertigung zusammen. Es geht darum, angesichts des Booms von Elektroautos unabhängiger von Batterieherstellern aus Asien zu werden. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte in diesem Zusammenhang von einem »Airbus der Batterien« gesprochen.

Der Peugeot-Hersteller PSA mit seiner deutschen Tochter Opel und der französische Energiegigant Total mit seiner Tochtergesellschaft Saft hatten unlängst mitgeteilt, dass ihr Joint Venture für die Batteriefertigung von den Regierungen in Deutschland und Frankreich mit zusammen 1,3 Milliarden Euro gefördert wird.

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