Sensordatenfusion

Baselabs Dynamic Grid erlaubt hochautomatisiertes Parken

5. Juli 2022, 10:43 Uhr | Irina Hübner
Freie Parkplätze werden durch das Baselabs Dynamic Grid erkannt.
Freie Parkplätze werden durch das Baselabs Dynamic Grid erkannt. Das Umfeldmodell enthält zusätzlich detaillierte Informationen über das Fahrzeug-Umfeld.
© Baselabs

Das auf Sensordatenfusion spezialisierte Unternehmen Baselabs erweitert das Leistungsspektrum seines Algorithmus für die Verarbeitung hochauflösender Sensordaten um eine Funktionalität für das hochautomatisierte Parken: Dieser erkennt jetzt Parklücken aus semantisch aufbereiteten Kameradaten.

In Kombination mit der zuverlässigen Freiraumschätzung wird das Fahrzeug damit in die Lage versetzt, Parklücken automatisiert anzusteuern und selbständig einzuparken. Das stellt eine Ergänzung zur integrierten Erkennung von dynamischen und statischen Objekten durch Baselabs Dynamic Grid dar. Das Verfahren läuft auf Automotive-CPUs in Echtzeit und wird nach der ISO 26262 implementiert.

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Der Einsatz automatisierter Parkfunktionen in öffentlichen Bereichen stellt hohe Anforderungen an die Umfelderkennung. Es müssen statische Objekte wie Bordsteinkanten und parkende Fahrzeuge, aber vor allem dynamische Objekte wie Fußgänger, Radfahrer und andere Fahrzeuge erkannt werden. Neben diesen vorab bekannten Objekten müssen die Systeme auch unbekannte bewegte Objekte zuverlässig detektieren können, um Unfälle zu vermeiden.

Das Dynamic Grid kann Objekte beliebiger Form erkennen und verfolgen, ohne dafür aufwändig trainiert zu werden. Es ist zusätzlich in der Lage, die Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit von bewegten Objekten schnell und zuverlässig zu bestimmen. Die Verarbeitung der Sensordaten – beispielsweise von Radaren, Laserscannern oder Kameras mit semantischer Segmentierung – erfolgt in einem integrierten Schritt in Echtzeit. Dadurch werden Inkonsistenzen in der Umfelderkennung vermieden, die bei der klassischen Kombination von zwei unterschiedlichen Verfahren typischerweise auftreten.

 

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»Das Dynamic Grid hat drei entscheidende Vorteile, die es auch beim automatisierten Parken ausspielt: eine hohe Detektions-Rate, eine niedrige Falschalarm-Rate und es läuft auf Serien-CPUs«, sagt Norman Mattern, Leiter der Produktentwicklung bei Baselabs.

»Unsere Kunden erhalten mit dem Dynamic Grid als Softwarebibliothek einen sehr schnellen und kostengünstigen Zugang zu einem für die Serienproduktion geeigneten Verfahren für die Fahr- und Parkfunktionen der zukünftigen Fahrzeuggenerationen«, ergänzt Robin Schubert, Geschäftsführer von Baselabs.


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