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Industriekamerahersteller IDS

Technologiezentrum für 200 neue Mitarbeiter

25. November 2020, 16:00 Uhr   |  Markus Haller

Technologiezentrum für 200 neue Mitarbeiter
© IDS

Im Technologiezentrum b39 von IDS ist neben dem Geschäftsbereich Industriekameras der Unternehmenszweig für Schulungen und Start-up-Kooperationen angesiedelt.

Den Platz teilt sich der Kamerahersteller mit dem neuen Unternehmenszweig IDS Innovation, über den frühzeitig Kontakt zu Start-ups geschlossen werden soll.

Das neue Technologiezentrum b39 erweitert den Stammsitz von IDS in Obersulm-Willsbach um rund 4.500 m². Der Anbau mit 52 Büros und sechs Konferenzräumen bietet Platz für rund 200 Mitarbeiter. Die aktuelle Belegschaft ist laut IDS rund 300 Mitarbeiter stark. Die Geschäftsführung setzt mit der Erweiterung auf ein deutliches Unternehmenswachstum in der Zukunft. Planung und Baubeginn stammen aus den Zeiten vor der Corona-Pandemie. Für das Geschäftsjahr 2019 vermeldete der Industriekamera-Hersteller noch einen Umsatzanstieg im oberen einstelligen Prozentbereich und einen um 16 Prozent gestiegenen Auftragseingang, während der VDMA für die Bildverarbeitungsbranche ein Minus von 7 Prozent als Prognose ansetzte. Ob und in welchem Ausmaß sich die Wachstumserwartungen nun den veränderten äußeren Umständen anpassen müssen, berichtete IDS im Zuge der Firmenerweiterung nicht.

b39 Akademie

Sicher ist aber, dass die Nutzung der neuen Räumlichkeiten für die Zeit der Kontaktbeschränkungen anders als geplant ausfallen wird. b39 wird neben dem Geschäftsbereich Industriekameraentwicklung und Vertrieb auch vom neuen Unternehmenszweig IDS Innovation genutzt, der im Technologiezentrum unter dem Namen b39 Akademie Fort- und Weiterbildungen anbietet. »Zwar sind aktuell situationsbedingt kaum Präsenzveranstaltungen möglich, doch künftig soll sich das natürlich ändern«, schreibt IDS in einer aktuellen Mitteilung. Über die b39 Akademie schließt IDS Veranstaltungskooperationen und koordiniert Wissenstransfers zu Bildverarbeitung, künstlicher Intelligenz im maschinellen Sehen und verwandten Themen. Über die Webseite können die ersten Fortbildungen für Anfang Dezember gebucht werden. Abgehalten werden sie dann noch über Zoom. Für 2021 werden Präsenzveranstaltungen geplant.

Kontakt zu Start-ups

Das Schulungsprogramm besteht aus Einführungen und Weiterbildungen zur Bildverarbeitungs-Software HALCON, eine Standardsoftware in der industriellen Bildverarbeitung, mit der auch die NXT-, uEye- und weitere Kameras von IDS programmiert werden. Ebenfalls im Programm sind Soft-Skills für Online-Präsentationen, virtuelle Meetings und Führungskompetenzen – Themen, die besonders für Entscheider in Start-ups relevant sind. Über die b39 Akademie sucht der Industriekamerahersteller gezielt den Kontakt zu »frühphasigen Start-ups«, um den eigenen Innovationscharakter hoch zu halten.

Den Willen zur stetigen technischen Weiterentwicklung sieht man unternehmensintern als Wachstumsgarant. IDS wurde 1997 am Standort Obersulm gegründet und gehört heute zu den größten Herstellern von Industriekameras. Als technischer Meilenstein gilt bei IDS die Überführung der USB-Schnittstelle in den industriellen Kamerasektor. Um den Kurs fortzusetzen, setzt man nun auch auf frische Ideen außerhalb des eigenen Unternehmens.

Planmäßig trotz Corona

Die erste Wahl für die Verhandlung mit Start-ups wäre sicherlich der persönliche Kontakt gewesen. Auch wenn diese Pläne verschoben werden mussten – der Bau selbst wurde trotz Corona pünktlich abgeschlossen. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit ist das Technologiezentrum b39 bezogen und wartet darauf, dass die Konferenzräume wieder benutzt werden können.

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