Mit dem neuen IPC »Synthera Vision-M« entspricht S.I.E System Industrie Electronic den Wünschen vieler Anwender, die ein performantes und kostengünstiges Bildverarbeitungssystem für Anwendungen wie die industrielle Qualitätssicherung, Verkehrsleittechnik, Logistik oder Medizintechnik suchen.
Vision-M ist ein Industrie-PC, der auf Basis der S.I.E-Entwicklungsplattform »Synthera« entsteht und ein besseres Kosten/Nutzen-Verhältnis bietet als ein individuell entwickelter IPC. Dazu sind einige der Komponenten vorkonfiguriert, und das Anpassen des Vision-M an die Kundenwünsche erfolgt durch Erweiterungsmodule.
Die Anforderungen an professionelle Vision-Systeme wachsen. Kameras liefern detailliertere Bilddaten für eine genaue Qualitätskontrolle in der Industrie, für die Verkehrsleittechnik und -überwachung oder die Paket-Logistik, und auch bei bildgebenden Verfahren der Medizin steigen die Ansprüche an Bilderfassung und -analyse. Künstliche Intelligenz kann die Bildauswertung verbessern, erfordert jedoch bei lokaler Verarbeitung deutlich leistungsfähigere IPCs. Zugleich sollen die Rechner rauen Einsatzbedingungen gerecht werden: Sie müssen Staub und Hitze, Frost und hoher Luftfeuchtigkeit widerstehen und rund um die Uhr ohne Wartung arbeiten. All diese Anforderungen berücksichtigte das Team der S.I.E System Industrie Electronic GmbH (https://www.sie.at) bei der Entwicklung ihres neuen IPC »Synthera Vision-M«, der am S.I.E-Stand auf der embedded world zu sehen ist.
Wie der vor etwa einem Jahr vorgestellte »Synthera Vision-S« beruht auch der neue, performantere Vision-M auf der Ready-2-Adapt-Plattform Synthera (siehe Kastentext). Sie umfasst ein breites Portfolio an IPCs über verschiedene Leistungsklassen und Bauformen hinweg. Allen Synthera-IPCs gemeinsam ist eine Teilstandardisierung sowie eine schnelle, kosteneffiziente Anpassung an Kundenwünsche mit Modulen. »Eine aufwändige Full-Custom-Lösung ist dank Synthera oft nicht erforderlich«, sagt S.I.E-Geschäftsführer Josef Krojer.
Die häufige Übereinstimmung der »Industrie-PCs aus dem Regal« mit Kundenwünschen sei der jahrzehntelangen Erfahrung der S.I.E bei der Full-Custom-Entwicklung zu verdanken, führt Josef Krojer aus. »Wir haben festgestellt, dass sich bei einigen Komponenten stets sehr ähnliche Anforderungen ergeben, die sich mit einem gemeinsamen Standard erfüllen lassen.« Bei dem neuen Vision-M sind Komponenten wie das Rechnergehäuse oder Befestigungsoptionen standardisiert; zudem hat die S.I.E bei den Mainboards und dem Kühlkonzept (mit oder ohne Lüfter) eine Vorauswahl getroffen. Die aufgrund der Standardisierung mögliche Nutzung von Gleichteilen verkürzt zudem die Time-to-Market: Die Entwicklung erfolgt dank des Einsatzes erprobter Komponenten mit deutlich weniger Iterationen.
»Gerade mechanische Komponenten, die über die Stabilität, die Montageoptionen, den möglichen Temperatureinsatzbereich, die Störempfindlichkeit und mehr entscheiden, bieten sich für eine Standardisierung an«, erläutert Josef Krojer. »In diesen Teilen stecken viel Know-how, Entwicklungs- und Werkzeugkosten, weswegen die Nutzung gleicher Komponenten für mehrere Projekte ein sehr großes Sparpotenzial eröffnet.«
Der neue Synthera Vision-M ist mit verschiedenen Prozessoren erhältlich. Die performanteren sind für die Version mit Lüfter vorgesehen; sparsame Prozessoren kommen in der passiv gekühlten Ausführung (siehe Bild) zum Einsatz. Die Anpassung an die Kundenanforderungen erfolgt zudem über Erweiterungskarten. Im Vision-M stehen vier PCIe-Slots beispielsweise für Grafikkarten normaler Bauhöhe bereit. Alle Ausführungen des Vision-M verfügen über viele Schnittstellen, darunter neben den zwei DisplayPort- und zwei HDMI-Ausgängen des Motherboards acht USB-Anschlüsse (3.2 Gen 2) sowie vier 2,5-Gbit-Ethernet-LAN-Ports für einen flinken Datentransfer vom und zum Bildverarbeitungssystem. Dadurch ist der Rechner auf die leistungshungrigeren KI- und Grafik-Anwendungen gut vorbereitet.
Interessenten werden in Kürze Evaluation Kits des Synthera Vision-M erhalten können. Seine Praxistauglichkeit wird er bald in der industriellen Qualitätssicherung beweisen. Die S.I.E-Muttergesellschaft Blum, ein weltweit angesehener Hersteller von Möbelbeschlägen, wird den IPC zur visuellen Qualitätssicherung an einer Montagelinie einsetzen. Die verbesserte Performance soll die Qualitätskontrolle auf ein neues Niveau heben. Dazu arbeitet sich die S.I.E in die Prozesse des Pilotkunden ein.
»Für uns ist es wichtig, die Sicht des Kunden und seine Wünsche zu verstehen und erst dann in die Entwicklung und Konfiguration des Vision-Computers einzusteigen«, sagt Josef Krojer. Nach diesem Prinzip adaptiert die S.I.E die IPCs gemeinsam mit den Kunden an die Anforderungen. Ob für die produzierende Industrie oder Labortechnik und Diagnostik, die Verkehrsleittechnik, Flughafen- und Bahnhofüberwachung, Gepäcksortierung, Logistik- und Paketdienste oder andere Einsatzgebiete: Synthera Vision-S und Synthera Vision-M bieten für viele Vision-Anwendungen eine leistungsfähige und robuste Hardware, die eine teure Full-Custom-Lösung entbehrlich macht. Die Namensgebung der Geräte deutet es an: Sollten sich noch leistungshungrigere Anwendungen ergeben, ist S.I.E auch der Entwicklung eines Synthera Vision-L gegenüber aufgeschlossen. Das Synthera-Plattformprinzip ist entsprechend skalierbar.
S.I.E auf der embedded world 2026: Halle 3, Stand 238, und Halle 1, Stand 564
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Synthera-IPCs: Maßkonfektion mit der Ready-2-Adapt-Plattform |
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Die Ready-2-Adapt-Plattform Synthera macht das Customizing von Industrie-PCs schneller und kostengünstiger als eine Individualentwicklung – und das ohne Einschränkungen bezüglich der Qualität und der Haltbarkeit. Während eine typische Full-Custom-Lösung aufwändig wie eine Maßanfertigung ist und sich oft nur für große Stückzahlen lohnt, entspricht die Adaption mithilfe der Entwicklungsplattform Synthera einer Maßkonfektion: Das Ergebnis ist passgenau, aber der Entwicklungsaufwand gering. Der Zeit- und Kostenvorteil ergibt sich durch Standardisierung, wo sie die Flexibilität kaum beeinflusst, aber die Kosten reduziert, etwa bei Komponenten wie dem Gehäuse, Carrier-Boards und Mainboards. Das Anpassen des IPC an Kundenwünsche erfolgt über Module. So lassen sich für die meisten Anforderungen IPCs erstellen, die im Vergleich zu einer Full-Custom-Entwicklung geringere Entwicklungsrisiken, weniger Zeitaufwand und deutlich niedrigere Kosten verursachen. Die S.I.E entwickelt Synthera-IPCs in vier verschiedenen Bauformen:
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