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Solar Roadways

Solarstrom von der Straße

22. Mai 2014, 15:40 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Solarstrom von der Straße
© Sam Cornett, Solar Roadways

So könnte Sandpoint, Idaho, der Standort von Solar Roadways, mit Solarzellen gepflasterten Straßen aussehen.

Die Straße ist gepflastert mit Energie. Zumindest, wenn es nach Meinung des amerikanischen Unternehmens Solar Roadways geht. Die Firma »pflastert« die Straße mit Solarzellen. Mit den grünen Straßen ließe sich laut Unternehmen sogar der dreifache Energiebedarf der USA decken.

Sie haben die Form einer sechsseitigen Wabe, sind grün und sollen nach dem Willen ihrer Erfinder den üblichen Straßenbelag in den USA ersetzten: Die Solarzellen der Firma Solar Roadways. Die Macher sind bereits über die Entwicklungsphase hinaus und haben einen kleinen Parkplatz mit den Solarzellen gepflastert. Über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo soll nun eine Million Dollar zusammenkommen und so die nächsten Schritte des Projekts abgesichert sein. Bis zum 22. Mai, 16 Uhr, sind bereits 335.568 Dollar gespendet worden. Die Kampagne läuft noch bis 31. Mai 2014. Weiteres Geld bekommt die Firma bereits vom amerikanischen Verkehrsministerium.

Solar Roadways

Das Gründer-Ehepaar: Julie und Scott Brusaw. Die Idee kam den beiden, als Julie ihren Mann, einen Elektroingenieur, fragte, wieso eigentlich nicht die Straßen als Fläche für Solarzellen verwendet werden.
So könnte Sandpoint, Idaho, der Standort von Solar Roadways, mit Solarzellen gepflasterten Straßen aussehen.
In der Glasoberfläche der Solarzellen sind LEDs integriert. Sie können zur Beleuchtung oder für Hinweise auf der Straße (Abbiegepfeile, Stop-Zeichen, etc.) verwendet werden.

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Die Oberfläche der Module besteht aus Glas. Allerdings unterscheidet es sich in Zusammensetzung und Textur, sodass es bis zu 115 Tonnen Gewicht tragen und auf dem Belag auch niemand ins Schleudern oder Schlittern kommen kann. Im Glas befinden sich LEDs, die als Wegweiser und Straßenbegrenzung genutzt werden können. Unter dem Glas befindet sich letztendlich die eigentliche Solarzelle zur Stromerzeugung. Sie dienen als Energiequelle für die LEDs sowie anderweitige Anzeigen auf der Straße, der Rest wird in das Stromnetz eingespeist. Die Energieverteilung verläuft unter den Solarzellen (siehe Video). Laut Unternehmen kann etwa ein Kilometer Solarstraße knapp 1000 Haushalte versorgen. Im Winter kann ein Teil der Energie auch dafür genutzt werden, Straßen, Gehwege und Parkplätze, die mit den Solarzellen gepflastert sind, zu beheizen und so Eis- und Schneefrei zu halten.

Würde man alle Interstate Highways in Amerika mit den Solarzellen ausstatten, könnte laut Unternehmen der Energiebedarf der USA drei Mal gedeckt werden.

Der Gründer Scott Brusow hat seinen energieerzeugenden Straßenbelag auch auf der TED Conference vorgestellt.

© Solar Roadways

Solar Roadways auf der TEDx Conference in Sakramento

Im nächsten Video ist der Prototyp zu sehen.

© Solar Roadways

Prototyp Solar Roadways

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