Meta verzögert die Auslieferung der neuen Ray-Ban-Display-Smart-Glasses – wegen zu starkem Kundenandrang. In Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada und Großbritannien wird sie vorerst nicht verkauft.
Die Kombination aus einer normalen Brille, Kopfhörer, Kamera und KI-Assistent in einem unauffälligen Gerät überzeugt – die Kunden reißen Meta die neuen Smart Glasses aus der Hand. Meta hatte die Ray-Ban-Display-Brille im Herbst in den USA eingeführt. Inzwischen reichen die Wartelisten für begeisterte Kunden, die sich unbedingt eine smarte Brille zulegen wollen, bis weit in dieses Jahr hinein. Die vorhandenen Bestände genügen nicht, um den Bedarf decken zu können. Auf der anderen Seite kann die Produktion nicht kurzfristig gesteigert werden.
Die Funktionen der Ray-Ban-Display-Brille finden viele Verbraucher so interessant, dass sie die Brille so schnell wie möglich kaufen wollen. Sie können damit Fotos und Videos aufnehmen, Musik und Podcasts hören, übersetzen und sich über Sprachansagen den Weg erklären lassen – also alles, was mit einem Smartphone auch möglich ist. Doch dazu benötigt man eben kein Handy, kann die Hände frei bewegen und sich unterhalten, ohne die Kommunikation unterbrechen zu müssen, um auf den Bildschirm zu schauen.
Denn ein wesentliches Kennzeichen der Ray-Ban-Display-Brille ist es, dass sie sich bequem über Meta AI, den Sprachassistenten in der Brille, steuern lässt. Die KI kann Objekte erkennen, Erklärungen abgeben und den Weg beschreiben. Ach ja, telefonieren kann man damit auch noch, über die Bluetooth-Verbindung mit dem Handy.
Die Akku-Laufzeit beträgt nach Angaben von Meta im aktiven Betrieb zwischen vier und sechs Stunden.
Allerdings ist in der Ray-Ban-Display-Brille – anders als der Name suggeriert – kein Display integriert, das der Realität virtuelle Bilder überlagern kann. Das ist kommenden Generationen von AR-Brillen vorbehalten, die derzeit bereits auf der CES in Las Vegas präsentiert werden. Derzeit wäre es noch nicht zielführend, ein solches Display zu integrieren, denn das würde Akkuzeit kosten, deutlich mehr Gewicht bedeuten und deutlich mehr kosten. Deshalb wollte sich Meta zunächst auf Hören und Sprechen konzentrieren, mit einer Brille, die – im klassischen Ray-Ban-Design – nicht anders aussieht als eine herkömmliche Brille und sich genauso bequem tragen lässt. Der Ansturm zeigt: Smart Glasses stehen jetzt vor ihrem Durchbruch.
Dass auch die AR-Brillen in den nächsten Jahren ihren Durchbruch schaffen könnten, ist auf der CES zu sehen. Dort werden eine Reihe von neuen AR-Brillen vorgestellt, also Brillen, die über einen Bildschirm verfügen, über den virtuelle Bilder ins Sichtfeld des Nutzers eingeblendet werden, um zusätzliche visuelle Informationen zu liefern.
Dazu gehören: