Harte Folgen des US-Banns ZTE gehen die Smartphones aus

Das Smartphone vom Txyp Blade V9 von ZTE. Ohne ICs aus den USA könnte es zumindest heute nicht in gewohnter Weise funktionieren.
Das Smartphone vom Txyp Blade V9 von ZTE. Ohne ICs aus den USA kann ZTE Smartphones nicht fertigen.

Weil wichtige ICs fehlen, hat ZTE den Verkauf von Smartphones in China erst einmal auf Eis gelegt.

Das Verbot, Komponenten an ZTE zu liefern, das die US-Regierung über US-Firmen wie Qualcomm verhängt hat, zeigt bereits heftige Auswirkungen:  ZTE habe den Verkauf in einem direkt betriebenen Laden in Shenzhen eingestellt und auch auf dem Online-Marktplatz Tmall von Alibaba seine keine Smartphones mehr erhältlich, berichtet Nikkei Asian Review. Telekommunikationsanbieter würden Smartphones noch in ihren Läden noch anbieten, die Vorräte gingen aber zur Neige.

Weil  ZTE mit vielen Zulieferern aus den USA aber auch aus Japan zusammen arbeitet, wird der Bann starke Auswirkungen auf die gesamte globale Lieferkette nehmen.

Auch in den USA müsste ZTE den Verkauf der Smartphones einstellen, sobald die Lager leergeräumt seien. In den Werken kann im ZTE im Moment nicht mehr produzieren.

Wegen dieser Schwierigkeiten hat das Management ein für diesen Freitag geplantes Aktionärstreffen auf den späten Juni verschoben.

ZTE ist der neuntgrößte Smartphone-Hersteller in China und in der Welt. In den USA rangierte das Unternehmen im vergangenen Jahr auf Platz 4.