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T-Mobile will endlich Sprint

Jetzt kommt es auf die US-Behörden an

30. April 2018, 08:27 Uhr   |  Heinz Arnold

Jetzt kommt es auf die US-Behörden an
© Telekom

Tim Höttges, Deutsche Telekom: »Wir werden nach der Übernahme auf beiden Seiten des Atlantiks stark positioniert sein, als Telekommunikationskonzern zu 90 Prozent in risikoarmen Ländern vertreten zu sein, ist einmalig.«

43 Mrd. Dollar Synergieeffekte, die Nr. 1 im US-5G-Markt zu werden und Europa auszubauen: Tim Höttges verspricht sich viel vom Deal. Wenn die USA zustimmen.

»Das ist ein besonderer Tag für uns«, erklärt Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, begeistert zum bisher »größten und wichtigsten Deal in der Firmengeschichte«. Seit sieben Jahren habe man viel Herzblut an der Übernahme gearbeitet, nun könne die Telekom in den USA eine führende Position einnehmen: »Wir verfügen gemeinsam über die Ressourcen und das Spektrum, um AT&T und Verizon jetzt angreifen zu können und haben die Kraft, in den USA ein 5G-Netz aufzubauen, nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land«, so Höttges.

Weil sich T-Mobile in den USA über die letzten Jahre sehr positiv entwickelt hat, kann sich Höttges über einen weiteren Aspekt freuen, denn die Telekom übernimmt die Führung der Übernahme: »Die Frage nach der Macht ist die allerwichtigste bei allem unternehmerischen Tun. Unsere Marke wird künftig im amerikanischen Markt relevant sein.« Statt mit 63 Prozent wird die Telekom nach der Übernahme noch mit 43 Prozent an T-Mobile USA beteiligt sein und damit die Führungsrolle innehaben, Softbank wird am neuen Unternehmen 27 Prozent halten. Ein großer Erfolg für T-Mobile, die Sprint in den USA über die letzten Jahre überholt hat und ausgezeichnete Geschäftszahlen vorweist. Insgesamt 23 Mrd. Dollar ist der Deal wert. Der strategische Nachteil, mit dem T-Mobile in den USA bisher habe leben müssen, würde sich in der Kombination mit Sprint in einen Vorteil verwandeln.
 

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2. 43 Mrd. Dollar Synergie-Gewinn

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