Entgelttransparenz

EU-Richtlinie bringt neue Pflichten für Gehälter

24. März 2026, 10:28 Uhr | Corinne Schindlbeck
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Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Mehrheit will Gehälter vergleichen und verhandeln

Die Aussicht auf mehr Gehaltstransparenz erhöht bei vielen Beschäftigten die Bereitschaft zu Gehaltsverhandlungen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Plattform kununu, für die 1.033 Beschäftigte befragt wurden.

65 Prozent der Befragten geben an, dass die Kenntnis von Gehältern vergleichbarer Positionen ihre Bereitschaft erhöhen würde, das eigene Gehalt zu verhandeln. Unterschiede zeigen sich zwischen den Geschlechtern: Bei Frauen liegt der Anteil bei 75 Prozent, bei Männern bei 55 Prozent.

Geringer Bekanntheitsgrad

Die gesetzlichen Regelungen sind aber laut Umfrage bislang nur teilweise bekannt. 46 Prozent der Befragten haben von den geplanten Vorgaben gehört, lediglich 10 Prozent fühlen sich gut informiert. Männer kennen die Regelungen häufiger (52 Prozent) als Frauen (39 Prozent).

Mehrheit will Auskunftsrecht nutzen

68 Prozent der Beschäftigten würden nach eigenen Angaben von ihrem Recht Gebrauch machen, Informationen über Gehälter in vergleichbaren Positionen einzuholen. Frauen zeigen sich auch hier aufgeschlossener: 76 Prozent würden eine Auskunft einholen, bei Männern sind es 60 Prozent.

Bedenken im Arbeitsumfeld

Ein Teil der Befragten würde das Auskunftsrecht nicht nutzen. Als Gründe nennen sie vor allem die Sorge, als „fordernd oder schwierig“ wahrgenommen zu werden (50 Prozent). 33 Prozent befürchten soziale Ausgrenzung im Team, 32 Prozent eine Verschlechterung des Verhältnisses zur Führungskraft.

 


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