Schwerpunkte

Luftvorhang mit Filterlösung

Corona-freies Büro

30. Oktober 2020, 08:40 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Corona-freies Büro
© United Office Büroservice

Die Unit Office GmbH in Darmstadt bietet nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen SARS-COV-2-geschützte Büro- und Besprechungsräumlichkeiten zur Miete an. Das von der Global Engineering Service entwickelte lufttechnische Verfahren stelle eine sichere Lösung für den Arbeitsbereich dar.

Im Wirkungsfeld der geschützten Bereiche könne dauerhaft auf Atemschutz verzichtet und der Mindestabstand unterschritten werden. In diesen festdefinierten Schutzbereichen sei das Tragen einer Atemschutzmaske nicht notwendig. 

Das Fundament des vorgestellten SARS-COV-2 Schutzsystems beruhe auf der gezielten Abreicherung von Aerosolpartikeln an der Emissionsstelle, dem Mund. Ein im Schreibtisch integrierter Luftvorhang diene als lufttechnische Barriere zur Unterbrechung des horizontalen Aerosoltransportes auf der Atemebene.
Über den Arbeitsplätzen installierte Düsenplatten bewirkten sowohl eine punktuelle Abreicherung an der Emissionsstelle als auch eine übergreifende Abreicherung. Die abgereicherte Luft werde durch einen engporigen HEPA-H14-Filter gereinigt und dem Raum als Reinluft des gesamten Raumes, im Rahmen eines 10-fachen Luftwechsels zugeführt.

Das ergänzende Hygienekonzept ist laut Anbieter auf die Nutzung der Räume abgestimmt. Außerhalb der definierten Schutzbereiche wird eine Mund- Nasenbedeckung getragen. Über eine automatisierte CO2-Messung wird der optimale Zeitpunkt der freien Lüftung kontrolliert.

Geschäftsführer Ralph Auth der Unit-Office GmbH ist überzeugt: „Besondere Zeiten erfordern besondere Innovationen – wir nehmen es uns als Aufgabe, unseren Kunden in Zeiten von Corona die Möglichkeit zu bieten, auch in kleineren Räumen bedenkenlos Meetings abzuhalten und bieten dementsprechend pandemietaugliche Büros.“ Die Büros können monatsweise oder Besprechungsräume tageweise angemietet werden.

„Als Schadstoffsachverständige wissen wir aus jahrzehntelanger Erfahrung, dass ein wirksamer Schutz gegen Schwebstoffpartikel nur durch die direkte, unmittelbare Abreicherung auf der Atemebene erfolgen kann“, ergänzt der Leiter der Versuchsreihe, Dr. Dieter Kaufhold von Global Engineering Service.
Für das lufttechnische Verfahren wurden bereits im Mai 2020 Internationale Patente angemeldet.
  
 

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