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Xilinx: Die ersten zwei ACAP-Serien

Versal Prime und Versal AI - die Software macht den Unterschied

02. Oktober 2018, 18:00 Uhr   |  Iris Stroh

Versal Prime und Versal AI - die Software macht den Unterschied
© Xilinx

Versal steht für Versatile und Universal, ein Name, den Xilinx für angemessen hält. Denn die Komponenten sollen sich für jede Anwendung und jeden Entwickler eignen. So ist nicht nur die Hardware skalierbar, sondern in der Tool-Chain sind auch genau die Entwicklungs-Tools zu finden bzw. werden unterstützt, die die unteschiedlichen Enwicklergruppen - vom Datenwissenschaftler, über den Applikations-und Embedded Entwickler, bis hin zum Hardware-Entwickler - benötigen.

Bereits im März diesen Jahres hatte Victor Peng, seit Ende Januar 2018 neuer President und CEO von Xilinx, ACAP vorgestellt, jetzt hat das Unternehmen auf seinem Xilinx Developer Forum (XDF) Details der ersten zwei ACAP-Serien auf Basis eines 7-nm-FinFET-Prozesses bekanntgegeben.

ACAP steht für »Adaptive Compute Acceleration Platform« und Versal ist die erste Familie von Xilinx, die auf dieser Idee basiert, bei der wie mit Lego-Bausteinen die verschiedenen Blöcke je nach Anwendungsbereich oder Domäne zusammengesetzt werden.

Der gewählte Name Versal ist die Kombination aus »Versatile« und »Universal«, denn Xilinx will mit dieser Familie eine Plattform schaffen, die jeder Entwickler nutzen kann und die in jeder Anwendung zum Einsatz kommen kann. Kirk Saban, Senior Director, Product Technical Marketing bei Xilinx: »Der entscheidende Vorteil von Versal ist ihre Programmierbarkeit und die Tatsache, dass sowohl die Hard- als auch die Software von Softwareentwicklern, Datenwissenschaftlern und Hardwareentwicklern programmiert und optimiert werden kann. Denn zu den Komponenten steht eine Vielzahl von Tools, Software, Bibliotheken, IP, Middleware und Frameworks zur Verfügung, die die Designabläufe der verschiedenen Entwicklergruppen abbildet. «

ACAP-Komponenten sind wie die UltraScale+-SoCs heterogene Architekturen, die folgende Elemente enthalten: Skalare Prozessor-Engines, anpassbare Hardware-Engines und Intelligente Engines. Die skalaren Prozessor-Engines umfassen einen Dual-Core-Cortex-A72, einen Dual-Core-R5-Prozessor und einen neuen Plattform-Management-Controller, der es laut Saban ermöglicht, dass das komplette Aufsetzen (Bring-Up) des Bausteins mittels Software-Programmierung möglich ist. Dazu kommen die anpassbaren Hardware-Engines, also die Logic-Fabric, sowie die intelligenten Engines. Je nach Serie geht es hier um DSP- und/oder AI-Engines (AI: Artificial Intelligence). Unterschiedlich ist auch die weitere Ausstattung, denn je nach Serie kommen diverse Schnittstellen wie PCIe Gen4x16, DDR4-3200 und LPDDR4-4266, Ethernet, programmierbare I/O-Interfaces, Kryptographie-Beschleuniger, Transceiver sowie eine RF-Signalkette hinzu. Allen Produkten gemein ist ein NoC (Network on Chip), über das die Einzelkomponenten verbunden sind.

Insgesamt umfasst Versal sechs verschiedene Serien: AI Edge, AI Core, AI RF, Prime, Premium und HBM. Auf dem XDF hat Saban die ersten zwei Serien präsentiert, AI Core und Prime, sowie die Roadmap für die noch fehlenden Serien bekanntgegeben.

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1. Versal Prime und Versal AI - die Software macht den Unterschied
2. Versal Prime
3. Versal AI Core

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