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Midrange-FPGAs: Kintex UltraScale+ Gen2

6. Februar 2026, 7:02 Uhr | Iris Stroh
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AMD hat seine Kintex UltraScale+ Gen 2 FPGA-Familie vorgestellt, die auf dem Kintex-FPGA-Portfolio aufbaut, aber in den Bereichen Speicher, I/O und Sicherheit, deutlich verbessert wurde.

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AMD Kintex UltraScale+ Gen 2 FPGAs sind darauf ausgelegt, die zunehmende Systemkomplexität in den Bereichen Broadcast, Test, Industrie und Medizintechnik zu bewältigen:

  • 4K/8K-Medien-Workflows: Hochgeschwindigkeits-Transceiver und PCIe Gen4 unterstützen 4K-AV-over-IP, Multistream-Erfassung und framegenauen Transport für professionellen Broadcast und Remote-Produktion.
  • Test und Messen mit hohem Durchsatz: Erhöhte Speicherbandbreite beschleunigt Mustergenerierung, Fehlererfassung und zeitkritische Workloads in Halbleiter-Test- und Inspektionssystemen.
  • Fortschrittliche Bildgebung und Echtzeit-Steuerung: Skalierbare Sensor-Konnektivität verbessert Bildqualität und Reaktionsfähigkeit in Machine Vision, Industrieautomation, medizinischer Bildgebung und Robotik.
  • Migrationspfad mit Spartan UltraScale+ FPGAs: Einstieg mit dem XCSU200P im SBVF900-Gehäuse möglich, Migration zu Kintex UltraScale+ Gen 2 FPGAs ab Q4 2026.

Die integrierten LPDDR4X/5/5X-Controller mit hoher DDR-Bandbreite und deterministischer Performance ermöglichen Systeme, die steigenden Datenraten standhalten und gleichzeitig Latenz und Energieeffizienz präzise kontrollieren.

Performance

Kintex UltraScale+ Gen 2 Bausteine zeichnen sich durch eine um bis zu 5-fach höhere Speicherbandbreite gegenüber der Vorgängergeneration aus, außerdem wurde die Kanaldichte pro PCIe-Interface verdoppelt. Das führt zu einem höheren Durchsatz, eine geringere Latenz und reaktionsschnellere Systemen.

Im Vergleich zu Wettbewerbsplattformen bietet die Familie laut Unternehmensangabe bis zu 80 Prozent mehr Embedded RAM, die DSP-Dichte ist doppelt so groß und auch die LPDDR-Speicherbandbreite ist deutlich größer, bei gleichzeitiger Wahrung der Sicherheits- und Lifecycle-Anforderungen für regulierte und langlebige Systeme.

Dank skalierbarem High-Speed-I/O, modernisierten Speichersubsystemen und deterministischem Fabric-Verhalten ermöglichen Kintex UltraScale+ Gen 2 FPGAs schnellere On-Device-Verarbeitung und anpassbare Datenpipelines mit Echtzeit-Reaktion und Zukunftsskalierung.

Erweiterte Sicherheit und lange Lebensdauer

Viele Kintex-basierte Systeme erfordern lange Produktlebenszyklen, Zertifizierungs­stabilität und vertrauenswürdigen Betrieb. Kintex UltraScale+ Gen 2 FPGAs integrieren daher erweiterte Sicherheitsfunktionen direkt im Baustein.

Dazu zählen authentifizierter Gerätebetrieb, Bitstream-Verschlüsselung, Anti-Cloning-Mechanismen, sicheres Schlüsselmanagement sowie Kryptografie nach CNSA-2.0-Standard zum Schutz geistigen Eigentums und verteilter, vernetzter Systeme.

Mit einer geplanten Verfügbarkeit bis mindestens 2045 bietet die Familie eine langfristige Liefersicherheit für Industrie-, Medizin-, Broadcast- und Testgerätehersteller und reduziert Redesign-Aufwand sowie Zertifizierungsrisiken.

Gleichzeitig wird Entwicklungskontinuität gewährleistet: Durch Nutzung der bewährten AMD Vivado- und AMD Vitis-Tools sowie eines ausgereiften IP-Portfolios für Video, Ethernet und Konnektivität.

Verfügbarkeit 

Eine Simulationsunterstützung für Vivado und Vitis ist für Q3 2026 geplant. Samples des XC2KU050P sollen im vierten Quartal 2026 folgen, die Serienproduktion soll im ersten Halbjahr 2027 starten. Darüber hinaus soll es im vierten Quartal 2026 auch ein Kintex UltraScale+ Gen 2 Evaluation Kit (XC2KU050P-basiert) geben.

Das Spartan UltraScale+ SCU200 Evaluation Kit mit XCSU200P ist bereits verfügbar und ermöglicht frühen Zugang zu PCIe Gen4, Hard-Memory-Controllern und erweiterten Sicherheitsfunktionen.


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