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Elektroniksparte von Merck wird sichtbar

Performance Materials wird zu Electronics

10. März 2021, 16:45 Uhr   |  Markus Haller

Performance Materials wird zu Electronics
© Merck

Weltweit sind ca. 7400 Mitarbeiter in der Geschäftssparte »Electronics« beschäftigt.

Die Materialforschungssparte des Pharmakonzerns wird von Performance Materials zu Electronics umbenannt. Geforscht wird zu 90 % an Materialien für die Halbleiterherstellung. Die Sparte trägt mit 3,4 Mrd. Euro zum Konzernumsatz bei.

Die ehemalige »Performance Materials« wurde seit einigen Jahren auf den Elektronikmarkt ausgerichtet. Der neue Name unterstreicht diesen »strategischen Schwerpunkt in der Elektronikindustriet«, sagt Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO von Electronics. Der größte Teil der Materialforschung entfällt auf Halbleitertechnik, was Merck durch die Übernahmen von Versum Materials für 5,8 Mrd. Euro und Intermolecular für 62 Mio. Euro im Jahr 2019 unterstrich. Versum Materials produziert hochreiner Prozesschemikalien, Gasen und Ausrüstungen für die Halbleiterfertigung, Intermolecular forscht an Materialien, die für die Halbleiterfertigung benötigt werden.

Die bisherige Aufteilung in drei Geschäftsbereiche – Semiconductor Solutions, Display Solutions und Surface Solutions – bleibt bestehen. Der größte Teil des Umsatzes erwirtschaften die beiden Einheiten Semiconductor Solutions und Display Solutions mit 90 %. Die Materialien werden an Halbleiter-Hersteller geliefert, die für die Chip-Entwicklung und Produktion neue Materialien benötigen, um die Anforderungen an Energieeffizienz, Wärmeabfuhr und Strukturgröße zu erfüllen. Vor dem Hintergrund der Ausrichtung auf die wachstumsstarke Halbleiterbranche hatte Merck die Erwartung für das durchschnittliche jährliche organische Umsatzwachstum von Electronics zuletzt im September 2020 auf 3 bis 4 % angehoben.

Im Geschäftsbereich Electronics sind rund 7400 Mitarbeiter beschäftigt. 2020 wurden 274 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Mit rund 3,4 Mrd. Euro entfallen ca. 19 % des Konzernumsatzes (17,5 Mrd. Euro) auf die Elektronik-Sparte.

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