Neue APIX3-ICs von Inova

Mit Videoschnittstelle und HDCP-2.3-Verschlüsselung

15. Februar 2022, 11:07 Uhr | Heinz Arnold
Inova Semiconductors liefert neue APIX3-SerDes-Bauelemente mit DisplayPort-Videoschnittstelle und HDCP-2.3-Verschlüsselung.
Inova Semiconductors liefert neue APIX3-SerDes-Bauelemente mit DisplayPort-Videoschnittstelle und HDCP-2.3-Verschlüsselung.
© Inova Semiconductors

Inova Semiconductors erweitert die APIX3-SerDes-Familie um Versionen mit neuen Videoschnittstellen und Verschlüsselungstechnologien.

Die neuen Sender-ICs der typen »INAP566TAQ« und »INAP596TAQ« von Inova bieten eine DisplayPort-1.4-Videoschnittstelle. Es stehen bis zu vier Datenpfade mit jeweils maximal 5,4 Gbit/s (HBR2) sowie ein AUX-Datenkanal mit 1 Mbit/s zur Verfügung. Der INAP596TAQ unterstützt zusätzlich die Verschlüsselung von audiovisuellen Inhalten nach dem neuen HDCP-2.3-Standard. Im Sinne der HDCP-Standardisierung arbeitet der INAP596TAQ als sogenannter Repeater. Das heißt, das von der Videoquelle verschlüsselte Video wird nach dem DisplayPort-Eingang entschlüsselt und vor der Übertragung zu einem entsprechenden APIX3-Empfänger-Bauelement wieder nach HDCP 2.3 verschlüsselt. Alle notwendigen HDCP-Schlüssel sind individuell in jedem Bauteil hinterlegt.

Jeder der beiden Sendebauelemente kann mit allen APIX3-kompatiblen Empfängern einen APIX3-Link über ein QTP-, STP- oder Koaxialkabel bilden. Die Bauelemente unterstützen dabei verschiedene EMV-freundliche Betriebsmodi bei fest eingestellten Bandbreiten von 1,5, 3 oder 6 Gbit/s im Single-Lane-Betrieb oder 3, 6 bzw.12 Gbit/s im Dual-Lane-Betrieb bei einem festeingestellten Rückkanal von 187,5 Mbit/s.

Die neuen Bauelemente der APIX3-Familie sind für gängige Displays (z.B. 2880 x 1080 x 24 Bit, 60 Hz) in Automobilen ausgelegt. Aber auch Video-Auflösungen wie etwa Ultra High Definition (UHD) und Farbtiefen bis zu 30 Bit sind möglich. Die Übertragung von DSC-komprimierten Videodaten wird unterstützt.

Alle Bausteine ermöglichen die simultane Übertragung von bis zu acht Audiokanälen. Eine Besonderheit der APIX-Technologie ist die medienunabhängige Schnittstelle (MII, RMII) für 100-Mbit-Ethernet nach IEEE-Standard. Eine SPI-Schnittstelle zur komfortablen Konfiguration der Bauteile und Datenübertragung ist ebenfalls vorhanden. Schaltsignale können auch direkt über vier vorhandene GPIOs (General Purpose Input Output) über den APIX3-Link zum Empfänger übertragen werden.

Die APIX3-Bauelemente sind rückwärtskompatibel zur APIX2-Vorgängerfamilie und bieten wie diese Kompensationsfunktionen für Kabelalterung und Temperaturschwankungen. Neu bei APIX3 ist die automatische Einmessung (Link Training) des APIX3-Links auf das benutzte Kabelmedium. Damit wird eine sehr robuste, stabile und optimierte Übertragung erreicht. APIX3 unterstützt mit seinen vielen Diagnosefunktionen sicherheitsrelevante Anwendungen und erfüllt die Anforderungen der Automobilindustrie hinsichtlich elektromagnetischer Störfestigkeit und Widerstandsfähigkeit.

Typische Anwendungen für die neuen APIX3-Bauelemente sind Infotainment- und Entertainment-Systeme sowie Kombi-Instrumente und Head-up-Displays in Fahrzeugen.

Die beiden neuen APIX3-Sender INAP566TAQ und INAP596TAQ sind ab sofort verfügbar. Alle Bauelemente sind gemäß AEC-Q100 qualifiziert und arbeiten in einem weiten Temperaturbereich von –40 °C bis +105 °C. Die Halbleiter-ICs liefert Inova in einem 151-poligen aQFN-Gehäuse. Die APIX3-Technologie wurde darüber hinaus an Socionext lizensiert.

APIX (Automotive Pixel Link) ist eine mehrkanalige SerDes-Technologie (Serialiser/Deserialiser), die von Inova für hochauflösende Video-Anwendungen in Kraftfahrzeugen entwickelt wurde. Die ICs kommen vor allem im Cockpit eines Fahrzeugs und Infotainment-Systemen zum Einsatz. Die neueste APIX3-Generation kann mehrere Display-Verbindungen mit einer Bandbreite von bis zu 12 Gbit/s aufbauen und unterstützt HD- und Ultra-HD-Displays.

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