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Für 450 Mio. US-Dollar

SK Siltron übernimmt SiC-Wafer-Sparte von DuPont

16. März 2020, 12:04 Uhr   |  Ralf Higgelke

SK Siltron übernimmt SiC-Wafer-Sparte von DuPont
© SK Siltron

SiC-Wafer sind das Ausgangsmaterial für Leistungshalbleiter für Elektroautos und 5G-Netze. Um in diesem stark wachsenden Markt mitzuspielen, hat sich der Wafer-Hersteller SK Siltron in diesem Bereich verstärkt. Für 450 Mio. Dollar haben die Südkoreaner diesen Geschäftsbereich von DuPont gekauft.

Die im September 2019 vom Vorstand der SK Siltron beschlossene Übernahme des Geschäftsbereichs Siliziumkarbid-Wafer (SiC-Wafer) von DuPont ist nun am 29. Februar 2020 vollzogen worden. SK Siltron ist Südkoreas einziger Hersteller von Silizium-Wafern für die Halbleiterindustrie und einer der fünf weltweit führenden Wafer-Hersteller mit einem Jahresumsatz von 1,542 Billionen Won (ca. 1,1 Mrd. Euro), was etwa 17 Prozent des weltweiten Umsatzes an Silizium-Wafern (basierend auf 300-mm-Wafern) ausmacht.

Die Übernahme in Höhe von 450 Millionen Dollar sieht das Unternehmen als ehrgeizige globale Investition in Technologie, um die Nachfrage von Endverbrauchern und Regierungen nach nachhaltigen Energiespar- und Umweltschutz-Lösungen zu decken. Auch nach dieser Übernahme möchte SK Siltron nach eigener Aussage weiterhin in angrenzende Bereiche investieren. Dadurch soll die Produktion von SiC-Wafern gesteigert und zusätzliche Arbeitsplätze in den USA geschaffen werden. Der Hauptstandort des Unternehmens befindet sich in Auburn, Michigan, etwa 120 Meilen nördlich von Detroit.

Die Nachfrage nach Leistungshalbleitern steigt rapide, da die Autobauer zunehmend in den Markt für Elektromobilität drängen und Telekommunikationsanbieter die ultraschnellen 5G-Netze ausbauen. SiC-Wafer sind äußerst hart, hitzebeständig und können hohen Spannungen standhalten. Aufgrund dieser Eigenschaften werden SiC-Wafer gemeinhin als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Leistungshalbleitern für Elektroautos und 5G-Netze angesehen, bei denen es auf Energieeffizienz ankommt.

Durch diese Übernahme soll SK Siltron mit Sitz in Gumi, Südkorea, seine Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten sowie die Synergie zwischen seinen derzeitigen Hauptgeschäftsbereichen maximieren und gleichzeitig neue Wachstumsimpulse durch die Erschließung rasch expandierender Bereiche sichern. SK Siltron ist eine Tochtergesellschaft der SK Gruppe, des drittgrößten südkoreanischen Mischkonzerns mit Sitz in Seoul.

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