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Industry Survey 2020 von ASM

So erleben Elektronikfertiger die Corona-Krise

10. November 2020, 10:21 Uhr   |  Anja Zierler

So erleben Elektronikfertiger die Corona-Krise
© ASM

Die Ergebnisse der weltweiten ASM-Umfrage unter annähernd 450 Elektronikfertigern zur Covid-19-Krise und der Stärkung ihrer Resilienz liegen vor und können kostenfrei eingesehen werden.

ASM hat rund 450 Elektronikfertiger nach den Folgen der Pandemie für ihr Unternehmen und ihren kurz- und mittelfristigen Maßnahmen befragt. Die Ergebnisse im Überblick.

Die Umfrage von ASM lief von Mitte September bis Anfang Oktober 2020. Interessierte können sich den ASMPT Industry Survey 2020 mit allen zentralen Ergebnissen und Grafiken aus der Onlinebefragung herunterladen.

Im Fokus stehen dabei zum Beispiel, wie stark die Pandemie die Unternehmen getroffen hat, welche kurzfristigen Schutzmaßnahmen ergriffen wurden und was mittelfristig geplant ist, um krisenfester und resilienter zu fertigen. 

Die Pandemie beschleunigt Megatrends wie Automatisierung und Digitalisierung.
© ASM

Die Pandemie beschleunigt Megatrends wie Automatisierung und Digitalisierung. So planen 3 von 4 Unternehmen (in China sogar 4 von 5) über eine verstärkte Automatisierung zu krisenfesteren und flexibleren Fertigungsprozessen zu kommen.

Ein Ergebnis: Auch wenn die Pandemie andere Branchen noch härter getroffen hat, stehen auch die Elektronikfertigungen rund um den Globus vor großen Herausforderungen. So verzeichneten 55 Prozent der befragten Unternehmen negative Folgen auf ihre Fertigung. 42 Prozent meldeten konkret Rückgänge der Produktivität.

Eine Lehre aus der Pandemiekrise: Resilienz stärken

Gefragt nach ihren mittelfristigen Planungen zeigt sich, dass die Unternehmen weltweit beginnen, gezielt die Resilienz ihrer Fertigungen zu stärken. Um künftig krisenfester produzieren zu können, setzen 75 Prozent der befragten Elektronikfertiger auf weitere Automatisierung. Zwei von drei Unternehmen planen, die Digitalisierung ihrer Fertigungen und Geschäftsprozesse voranzutreiben und dabei auch verstärkt in die Nutzung von Remote Services zu investieren. Ein weiteres interessantes Ergebnis: Jeder dritte der befragten Elektronikfertiger plant, seine Lieferanten und Technologiepartner künftig einem Assessment bezüglich der Covid-19-Vorsorgemaßnahmen zu unterziehen.

Mehr als nur Videokonferenzen: Die Mehrheit der befragten Unternehmen verlangt von Zulieferern künftig verstärkt Online-Angebote – auch für Trainings und Support.
© ASM

Mehr als nur Videokonferenzen: Die Mehrheit der befragten Unternehmen verlangt von Zulieferern künftig verstärkt Online-Angebote – auch für Trainings und Support.

Nur noch ein Fünftel der Unternehmen wird künftig in dem Maße Besucher empfangen, wie es vor der Krise üblich war. Das fordert Partner und Zulieferer bei der Kommunikation. Wer nah am Kunden bleiben will, braucht neue Lösungen.
© ASM

Nur noch ein Fünftel der Unternehmen wird künftig in dem Maße Besucher empfangen, wie es vor der Krise üblich war. Das fordert Partner und Zulieferer bei der Kommunikation. Wer nah am Kunden bleiben will, braucht neue Lösungen.

Von Lieferanten wird Online- und Remote-Kompetenz erwartet

Was Kommunikation und Services angeht, so erwarten die Elektronikfertiger künftig mehr als nur Videokonferenzen. Die große Mehrheit der Unternehmen sieht Bedarf für Onlinetrainings und leistungsstarke Remote Services, um effizienter betreut und in künftigen Krisen besser gewappnet zu sein.

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