Startup-Autobahn-Kooperation Porsche testet autonomes Fahren in der Werkstatt

Porsche testet autonomes Fahren in der Werkstatt. Dazu wurde das Testgelände inklusive der Werkstatt-Umgebung in eine virtuelle Darstellung überführt. Mithilfe von KI soll für Fahrzeugorientierung gesorgt und eigenständig Objekte erkannt sowie die Pfadplanung durchgeführt werden.
Porsche testet autonomes Fahren in der Werkstatt. Dazu wurde das Testgelände inklusive der Werkstatt-Umgebung in eine virtuelle Darstellung überführt. Mithilfe von KI soll für Fahrzeugorientierung gesorgt und eigenständig Objekte erkannt sowie die Pfadplanung durchgeführt werden.

Per Tablet zur Hebebühne: Porsche erprobt die Nutzung von autonomem Fahren in der unternehmenseigenen Werkstatt. Das Testprojekt ist Teil einer Kooperation im Rahmen der Innovationsplattform Startup Autobahn und soll Mitte 2019 abgeschlossen sein.

Porsche installiert dabei in Zusammenarbeit mit dem Start-up Kopernikus Automotive ein Testfeld auf dem Unternehmensgelände in Ludwigsburg. Das junge Unternehmen aus Berlin ist spezialisiert auf Technologie für selbstfahrende Autos. Ziel des gemeinsamen Projekts ist es, Fahrzeuge vollständig autonom von ihrem Parkplatz zur Hebebühne und wieder zurück fahren zu lassen. Mitarbeiter sollen die Sportwagen per Tablet automatisch und zeitsparend an die richtige Position in der Werkstatt manövrieren können.

»Autonomes Fahren wird in wenigen Jahren unseren Straßenverkehr revolutionieren. Schon heute können wir aber die technologischen Möglichkeiten nutzen, um Arbeitsprozesse noch effektiver und effizienter zu gestalten«, erläutert Alexander Haas, Projektleiter automatisiertes Fahren in der Werkstatt bei Porsche. Das Projekt wird innerhalb von 100 Tagen von Experten der Bereiche hochautomatisiertes und assistiertes Fahren sowie Aftersales-Technik gemeinsam mit Kopernikus Automotive umgesetzt.

Training künstlicher neuronaler Netze

Bevor die Fahrzeuge real autonom in die Werkstatt fahren, wurde das Testgelände inklusive der Werkstatt-Umgebung zunächst in eine virtuelle Darstellung überführt. Sie wird genutzt, um ein künstliches neuronales Netz zu trainieren. Es fährt mehr als eine Million virtuelle Testkilometer und lernt auf Basis realer Rahmendaten eigenständig dazu. Anschließend wird der Anwendungsfall unter realen Bedingungen erprobt. »Unsere Mannschaft soll den Einsatz von autonomem Fahren in der Werkstatt im Testbetrieb erleben. Wir wollen vom Feedback des Teams lernen«, betont Thomas Eckert, Leiter Produktbeeinflussung Aftersales.

Die KI-Technologie soll dann nicht nur für die Fahrzeugorientierung sorgen, sondern auch eigenständig Objekte erkennen und lokalisieren sowie die Pfadplanung durchführen. Umfangreiche Maßnahmen, wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf sieben Kilometer pro Stunde und der zusätzliche Einsatz eines menschlichen Fahrers, gewährleisten die Sicherheit des Testlaufs in der praktischen Umsetzung.