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Yageo, Chilisin und Holy Stone

Stetige Nachfrage befeuert Umsatz

11. Juni 2021, 10:04 Uhr   |  Ralf Higgelke

Stetige Nachfrage befeuert Umsatz
© Monster Ztudio/stock.adobe.com

Nach einem Bericht der Taipei Times seien die Umsätze führender taiwanesischer Hersteller passiver Bauelementen aufgrund der stabilen Nachfrage weiter gestiegen. Gleichzeitig erklärten sie, sie blieben vorsichtig, da die Covid-19-Pandemie weltweit noch nicht nachgelassen habe.

Yageo, der größte Anbieter passiver Komponenten in Taiwan, gab bekannt, dass der Umsatz im vergangenen Monat im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Prozent und im Jahresvergleich um 105,1 Prozent auf umgerechnet 273,6 Millionen Euro gestiegen sei. Der kumulierte Umsatz in den ersten fünf Monaten des Jahres betrug umgerechnet 1,25 Milliarden Euro, ein Anstieg von 121,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen in einem Börsenbericht mitteilte.

»Auch wenn in China aufgrund von Feiertagen weniger Arbeitstage anfielen, ist der Umsatz im vergangenen Monat weiter gewachsen und erzielte einen neuen Monatsrekord für das Unternehmen«, so Yageo weiter. Den Anstieg führte das Unternehmen auf höhere Umsätze in Europa und den USA, eine stetig bessere Auslastung der Fabriken in der Region Greater China, eine stabile Nachfrage vonseiten der Kunden und eine kontinuierliche Optimierung des Produktmixes zurück.

Obwohl der Geschäftsbetrieb insgesamt stabil ist und die Nachfrage auf dem Endmarkt robust erscheint, teilte Yageo mit, dass es wachsam bleiben werde, da die Covid-19-Pandemie weltweit nicht nachgelassen hat und die handelspolitischen Spannungen zwischen wichtigen Volkswirtschaften für Unsicherheit sorgen.

Unabhängig davon meldete Chilisin Electronics, der größte taiwanesische Hersteller von Leistungsinduktivitäten, dass der Umsatz im vergangenen Monat im Vergleich zum Vormonat zwar um 3,69 Prozent gesunken, im Jahresvergleich jedoch um 19,96 Prozent auf umgerechnet 46 Millionen Euro gestiegen sei. Der kumulierte Umsatz in den ersten fünf Monaten erreichte umgerechnet 224,5 Millionen Euro, ein Plus von 25,66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Grund dafür sei die anhaltende Nachfrage nach Laptops, Chromebooks, Smartphones, Spielekonsolen und Servern während der Covid-19-Pandemie, die die Auslieferungen von kleinen Drosseln, HF-Chipinduktivitäten und keramischen Bauteilen für niedrige Temperaturen ankurbelte.

»Der konsolidierte Umsatz des letzten Monats war niedriger als der des Vormonats. Dies lag vor allem daran, dass aufgrund des Tags der Arbeit in China weniger Arbeitstage zur Verfügung standen«, so Chilisin in einer Erklärung. Aber angesichts der stabilen Nachfrage nach Induktivitäten in einer Wirtschaft, in der viel gearbeitet wird, bleibt das Unternehmen vorsichtig optimistisch.

Der kleinere MLCC-Lieferant Holy Stone verzeichnete im vergangenen Monat einen Umsatz von umgerechnet 45,8 Millionen Euro, ein Plus von 8,74 Prozent gegenüber dem Vormonat und 25,73 Prozent mehr als im Vorjahr. In den ersten fünf Monaten lag der kumulierte Umsatz bei umgerechnet 218,9 Millionen Euro, ein Plus von 29,78 Prozent gegenüber dem Vorjahr, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens.

»Im letzten Monat zeigten die MLCCs stabile Umsätze, während bei anderen Produkten die Umsätze im Vergleich zum April gestiegen sind«, so Holy Stone. »Da die weltweiten Lieferketten immer noch von der Pandemie betroffen sind, wird Holy Stone weiterhin die Situation genau beobachten und entsprechend reagieren.«

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