Personalie

E-Mobility-Vorstand Thomas Ulbrich verlässt Volkswagen

3. Dezember 2020, 14:00 Uhr | dpa | Stefanie Eckardt
Thomas Ulbrich, Vorstand des Ressorts Elektromobilität bei Volkswagen will den Wolfsburger Automobilhersteller 2021 verlassen.
Thomas Ulbrich, Vorstand des Ressorts Elektromobilität bei Volkswagen will den Wolfsburger Automobilhersteller 2021 verlassen.
© Martin Schutt | dpa

Thomas Ulrich, Volkswagen-Vorstand des Bereichs Elektromobilität, verlässt den Konzern 2021. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Ausschlaggebend für den Rückzug Ulbrichs seien rein private Gründe »nach einer extrem intensiven Arbeitsphase«, wie ein Konzernsprecher am 02.12.2020 verkündete. Ulbrich hatte bei den Wolfsburgern die Anstrengungen zur Elektromobilität zu verantworten, unter anderem die Modellreihe ID, die jüngst mit dem ID.3 startete und den Aufbruch von VW in den Massenmarkt markieren soll. Zuvor hatten einige Medien über den bevorstehenden Absprung von Ulbrich berichtet, so etwa das Online-Wirtschaftsmagazin «Business Insider» und das «Handelsblatt». Darstellungen, wonach Konzern-Vorstandschef Herbert Diess die Abberufung betrieben haben soll, wies das Unternehmen zurück.

Der Start des in Zwickau produzierten ID.3 war nicht ohne Ruckler abgelaufen. So erwiesen sich Software und Elektronik für das von Volkswagen mit vielen Hoffnungen versehene Projekt als komplex, die ersten Fahrzeuge gingen ohne einige ursprünglich vorgesehene Funktionen zu den Kunden. Ein Software-Update in der Werkstatt soll die noch fehlenden Features aber künftig nachrüsten. Um den Jahreswechsel soll auch der Kompakt-SUV ID.4 an den Start gehen.

Ulbrich hatte auch den Umbau des Werks Zwickau zum reinen Elektrostandort zu verantworten. Der Ingenieur ist seit 1992 im Konzern, im Februar 2018 übernahm er den Posten des Ressortvorstands Elektromobilität bei der Kernmarke. Vorher war er fast vier Jahre lang ihr Produktionschef. Die gesonderte Position des E-Mobilitäts-Vorstands bei der Marke dürfte mit dem Start der ID-Reihe und dem Abgang von Ulbrich nun wegfallen. Zwischenzeitlich war auch spekuliert worden, ob der Manager in China den mit dem Joint-Venture-Partner JAC geplanten Elektrokleinwagen auf den Weg bringt.

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