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Nachhaltigkeitsfahrplan beschlossen

Continental initiiert »Carbon Neutral for Emission Free Vehicles«

04. Dezember 2020, 14:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Continental initiiert »Carbon Neutral for Emission Free Vehicles«
© Continental

Ab 2022 will Continental das weltweite Geschäft für emissionsfreie Autos, Busse, Züge und andere Fahrzeuge klimaneutral stellen.

Continental hat einen Nachhaltigkeitsfahrplan beschlossen: Ein Teil der Initiative »Carbon Neutral for Emission Free Vehicles« betrifft emissionsfreie Fahrzeuge: Ab 2022 wird der Zulieferer sein Geschäft für emissionsfreie Autos, Busse, Züge und andere Fahrzeuge klimaneutral stellen.

Die Initiative für klimaneutrale Fahrzeuge ist im Rahmen von »Carbon Neutral for Emission Free Vehicles« nur einer der ersten Abschnitte des Continental-Gesamtfahrplans für nachhaltiges Wirtschaften mit den Kurszielen 100 Prozent Klimaneutralität, 100 Prozent emissionsfreie Mobilität und Industrie, 100 Prozent zirkuläres Wirtschaften und 100 Prozent verantwortungsvolle Wertschöpfungsketten. Ihre Realisierung wird spätestens bis 2050 avisiert.

Das Programm schlägt die Brücke zwischen emissionsfreier Mobilität und Klimaneutralität. Beides bedingt einander. Denn emissionsfreie Mobilität mit »Zero Tailpipe Emission Vehicles« (ZTEV), zu deutsch Fahrzeuge ohne direkte Antriebsemissionen, muss auch klimaneutrale Mobilität bedeuten.

»Der Weg zur klimaneutralen Mobilität ist eine Kombination aus Sprint und Marathon zugleich«, betont Dr. Steffen Schwartz-Höfler, Leiter Nachhaltigkeit bei Continental. Der Sprint besteht in der Umstellung des gesamten weltweiten Geschäfts mit emissionsfreien Fahrzeugen auf Klimaneutralität. Den Marathon betreffen die jetzt angestoßenen technologischen Entwicklungen für den schnell wachsenden Zukunftsmarkt der emissionsfreien Mobilität.

  • Seit 2020 ist der Strombezug des Unternehmens komplett auf erneuerbare Quellen umgestellt.
  • Bis 2040 soll die gesamte eigene Produktion klimaneutral erfolgen.
  • Spätestens für 2050 plant Continental, zu 100 Prozent klimaneutral zu wirtschaften. Damit wird dann die gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral.

Mobilitätsstudie: Akzeptanzprogramme für Elektromobilität notwendig

Die aktuelle Continental-Mobilitätsstudie bestätigt den wachsenden Trend zur emissionsfreien Elektromobilität. In Deutschland bestehen allerdings nach wie vor Vorbehalte ihr gegenüber, die den Trend jedoch allenfalls verzögern, aber nicht aufhalten. Denn in Deutschland kann sich inzwischen jeder Dritte vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Im weltgrößten Automarkt China spielen sogar 86 Prozent mit dem Gedanken.

Bis dato entzündete sich jedoch so manche Kritik am emissionsfreien Fahren an der Tatsache, dass derzeit die Fahrzeugteile selbst nicht klimaneutral hergestellt werden. Aktuell gibt in Deutschland zum Beispiel noch ein Drittel der Menschen an, dass ein Elektroauto für sie unter anderem aus solchen Gründen nicht infrage kommt. Viele zweifeln daran, dass die Technologie umweltfreundlich ist. In Frankreich werden solche Gründe von einem Viertel der Befragten angegeben. Ganz anders jedoch in den USA, Japan und China: Hier sind es nur zwischen 11 Prozent in den USA und 1 Prozent in Japan, die an der Umweltfreundlichkeit der Stromer zweifeln.

Im Rahmen des Carbon Neutral for Emission Free Vehicles-Programms wird das direkte Geschäft mit emissionsfreien Fahrzeugen ab 2022 komplett klimaneutral. Unter emissionsfreie Fahrzeuge fallen insbesondere Elektroautos, aber auch weitere Fahrzeuge zum Beispiel mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb oder Straßenbahnen. Erreicht wird die Neutralisierung der CO2-Emissionen im ersten Schritt durch das Erzeugen von gleich hohen sogenannten negativen Emissionen. Dafür werden im gleichen Ausmaß all jene Emissionen neutralisiert, die bei der Beschaffung und Zulieferung von Rohstoffen oder Materialien, bei der eigenen Produktion sowie der Verwertung zum Nutzungsende entstehen.

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