Schwerpunkte

Virtueller Bordnetz Kongress 2021

Die Keynotes im Überblick

12. Juli 2021, 09:26 Uhr   |  Irina Hübner

Die Keynotes im Überblick
© WEKA Fachmedien

Der Bordnetz Kongress am 22. September 2021 wartet mit zwei herausragenden Keynotes auf. Die Auftakt-Keynote veranschaulicht die Leistungen der Innovationsinitiative Leitungssatz. Thema der Abschluss-Keynote ist die Bedeutung von digitalen Zwillingen entlang der Leitungsstrang-Wertschöpfungskette.

In diesem Jahr findet der Bordnetz Kongress der Elektronik automotive bereits zum zehnten Mal statt. Aufgrund der pandemiebedingten Planungsunsicherheiten wird er wie auch schon im vergangenen Jahr nochmals virtuell durchgeführt.

Die Projekte der Innovationsinitiative Leitungssatz und ihr Nutzen für die Automatisierung

Direkt nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Mathias Rausch von der Hochschule Landshut, wird Georg Schnauffer, Forschungskoordinator von ARENA 2036 (»Active Research Environment fort the Next generation of Automobiles«), in seiner Keynote die Bedeutung der »Innovationsinitiative Leitungssatz (IILS)« verdeutlichen.

Georg Schnauffer, Forschungsskoordinator ARENA2036.
© ARENA2036

Georg Schnauffer, Forschungsskoordinator ARENA2036.

Diese Initiative, in der Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, um Rahmenbedingungen für eine signifikante Steigerung des Automatisierungsanteils in der Leitungssatz-Fertigung zu schaffen, entstand 2019 unter dem Dach von ARENA2036. Ein Kernelement der gemeinsamen Arbeit ist die Definition von Gestaltungsrichtlinien für das Leitungssatz-Design, die inzwischen bei der DIN zur Standardisierung eingereicht sind.

Schnauffer wird allgemein über die »Innovationsinitiative Leitungssatz« informieren und somit eine Einführung in die vier Vorträge zu IILS bieten, die direkt im Anschluss an die Keynote stattfinden. Diese beleuchten jeweils die Ergebnisse eines IILS-Teilprojekts: Christian Infanger von Komax geht auf das Teilprojekt »Design Rules für die Automation des Leitungssatzes« ein, Dr. Martin Pöschl von BMW diskutiert das Teilprojekt »Digitale Produktbeschreibung«, Matthias Otte von Komax präsentiert die Erkenntnisse des Teilprojekts »Automatisierung der Qualitätsprüfung« und Christian Steiler von BMW berichtet über das Teilprojekt »Automatisierte Montage des Leitungssatzes im Fahrzeug«.

Digitale Zwillinge bei der Bordnetz-Entwicklung

Zum Abschluss des Kongresstages dürfen sich die Teilnehmer auf die Keynote von Michael Richter, Siemens, zum Thema »Bedeutung der digitalen Zwillinge entlang der Leitungsstrang-Wertschöpfungskette« freuen.

Michael Richter, Siemens.
© Siemens

Michael Richter, Siemens.

Richter spricht darüber, dass modellbasierte Entwicklung zunehmend zu einem Kernthema der Automobilentwicklung wird und digitale Zwillinge das Produkt folglich entlang der gesamten Wertschöpfungskette begleiten sollten. Um das reibungslose Zusammenspiel der digitalen Zwillinge zu ermöglichen, müssen jedoch die Ingenieure aller Disziplinen über ihre Silogrenzen hinaus datentechnisch kollaborieren. Hierzu ist es nötig, Medienbrüche in der Datenübermittlung sowie mangelnde Rückverfolgbarkeit zu beseitigen.

Aktuell arbeiten bereits diverse Gruppen daran, diese Entwicklungsprozesse in den Fahrzeugprojekten zu standardisieren. Ziel ist es, die nötigen Prozesse und Software-Lösungen bei Automobilherstellern, Zulieferern und Werkzeugherstellern zu etablieren und unternehmensübergreifend zu verzahnen.

Neben den beiden Keynotes erwartet die Teilnehmer ein spannendes Vortragsprogramm – bestehend aus zwei parallelen Tracks – zu verschiedensten Aspekten der Bordnetz-Thematik. Die Vorträge stehen den Teilnehmern im Nachgang zur Verfügung.

Das vollständige Programm sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie auf den Webseiten des Bordnetz-Kongresses.

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