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Ford Trends-Report 2021

Verbraucher innovativ beim Bewältigen der Pandemie-Auswirkungen

15. Dezember 2020, 07:30 Uhr   |  Irina Hübner

Verbraucher innovativ beim Bewältigen der Pandemie-Auswirkungen
© Shutterstock.com

Der aktuelle Ford-Trends-Report befasst sich insbesondere mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Er zeigt auf, wie widerstandsfähig und kreativ Menschen bei der Bewältigung von Krisen sein können, um neue Wege zu finden und sich veränderten Situationen anzupassen.

Für den aktuellen Report mit dem Titel »Looking Further with Ford Trends-Report« interviewten die Forscher weltweit Menschen in 14 Ländern. Dabei gaben 69 Prozent der Befragten an, von den aktuellen globalen Veränderungen nachhaltig beeindruckt zu sein.

Auf die Frage, wie gut es ihnen während der Pandemie gelungen sei, sich an die Veränderungen anzupassen, stimmten 53 Prozent der Aussage zu: »Diese Umstellung war schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte.«

Der Anteil derer, für die diese Anpassung »einfacher war, als ich es mir vorgestellt hatte«, liegt bei 47 Prozent. Dabei fällt auf, dass jüngere Generationen mit dieser Situation schlechter zurechtkommen als ihre älteren Mitmenschen: Der Anteil der Befragten, die zugeben, dass die Umstellungen schwieriger waren als gedacht, lag in der Generation Z bei 63 Prozent. Bei den sogenannten Babyboomern sind es dagegen nur 42 Prozent.

Der Ford-Trends-Report 2021 soll Entscheidungsträgern zeigen, wie der Wandel unsere Welt im Jahr 2021 und darüber hinaus beeinflussen kann. Zugleich rückt der Bericht folgende weitere Trends prominent ins Rampenlicht:

Stressfaktoren: Die Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19 und die Sorge über die Auswirkungen der Pandemie auf Gesellschaft, Arbeitsmarkt, Bildung und viele weitere Bereiche sind rund um den Erdball groß. Weltweit geben 63 Prozent der Erwachsenen an, dass sie sich gestresster fühlen als noch vor einem Jahr. Vier von fünf Befragten sagen, dass sie sich intensiver um ihr emotionales Wohlbefinden kümmern sollten. Die Menschen sind sich der Auswirkungen der Pandemie auf ihre psychische Gesundheit bewusst und finden innovative Wege, um damit umzugehen und mit anderen in Kontakt zu bleiben.

Dem Alltag entfliehen: »Welcher Tag ist heute eigentlich?« – diese Frage ist zu einem geflügelten Wort geworden, da die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben zusehends verschwimmen. Um der Monotonie des Alltags und der Enge der eigenen vier Wände zu entfliehen, suchen Verbraucher nach neuen Auswegen. Viele finden Zuflucht in ihren Fahrzeugen. Mehr als ein Viertel der Erwachsenen weltweit, die ein Fahrzeug besitzen, gibt an, dass sie ihr Auto zur Entspannung nutzen. Fast 20 Prozent sagen, dass sie sich in ihr Fahrzeug zurückziehen, um Privatsphäre zu finden. Für 17 Prozent dient das Auto nach eigener Aussage als Arbeitsplatz.

Das Miteinander gewinnt an Bedeutung: Die Pandemie hat das Bedürfnis der Verbraucher nach Nähe und Gesellschaft ins Rampenlicht gerückt und zudem den Familiensinn verändert. Einsamkeit ist auf der ganzen Welt verbreitet – jeder zweite Mensch gibt im Rahmen des Reports an, sich regelmäßig einsam zu fühlen. Insbesondere bei Jüngeren ist dieses Phänomen weit verbreitet: Der Anteil derer, die sich regelmäßig einsam fühlen, ist in der Generation Z mit 64 Prozent fast doppelt so hoch wie bei den Babyboomern, wo nur 34 Prozent diese Frage bejahen. Infolgedessen überdenken viele ihren Wohnort, ziehen näher zur Familie oder suchen neue Möglichkeiten für Gemeinschaft – sowohl online als auch offline.

Unterschiede thematisieren: Weltweit verstärken sich die Tendenzen von Ungleichheit und Ungerechtigkeit – insbesondere deshalb, weil die Pandemie Einkommensschwache, ethnische Minderheiten und Frauen unverhältnismäßig stark betrifft. Marken kommt bei diesem Thema nun eine gewisse Bedeutung zu: 76 Prozent der Erwachsenen weltweit sagen, sie erwarteten von Unternehmen, dass sie zu sozialen Themen Stellung beziehen. Und 75 Prozent glauben, Unternehmen seien heute bestrebt, das Richtige zu tun.

Gutes Einkaufserlebnis: Vor dem Hintergrund der Pandemie hat sich die Art und Weise, wie wir kaufen – und was wir kaufen wollen – verändert. Sowohl große als auch kleine Unternehmen passen sich in rasantem Tempo dieser Entwicklung an. Unterdessen schätzen viele Verbraucher die neue Normalität:. 75 Prozent der Erwachsenen weltweit geben an, dass ihnen die Maßnahmen gefallen, mit denen Unternehmen das Einkaufserlebnis seit Beginn der Pandemie verbessert haben. 41 Prozent sagen, dass sie nicht mehr zu jenem Einkaufserlebnis zurückkehren möchten, das sie von der Zeit vor der Pandemie kennen.

Angepasste Mobilitätswende: Infolge der Pandemie mag sich bei vielen Menschen das Gefühl von Stillstand manifestieren. Doch dieser Eindruck trügt, denn der Individualverkehr boomt. Der Verkauf von Fahrrädern ist sprunghaft angestiegen, und viele Städte haben eigens Straßen gesperrt, um Platz für Radler zu schaffen. Der Verkauf von Autos floriert, weil die Menschen nach einer Möglichkeit suchen, in einer sicheren und von ihnen selbst kontrollierten Umgebung reisen zu können. Auch die Entwicklung hin zum vollständig implementierten autonomen Fahren nimmt durch eine intelligente Stadtplanung Tempo auf. 67 Prozent der Erwachsenen weltweit sagen, sie seien »hoffnungsvoll im Hinblick auf die Zukunft autonomer Fahrzeuge«. 68 Prozent der Eltern geben an, dass sie ihre Kinder lieber einem selbstfahrenden Auto anvertrauen würden als einem fremden Autofahrer.

Nachhaltigkeit erreichen: Zu Beginn der Pandemie schien es, als würde die Luftqualität von dem weltweiten Lockdown profitieren. Demgegenüber stand der global besorgniserregende Anstieg an Plastikabfällen und anderen Wegwerfprodukten. Diese Entwicklung verdeutlicht die bisweilen großen Unterschiede zwischen Einzelerfolgen beim Umweltschutz und einem wirklich dauerhaft nachhaltigen Lebensstil. Gerade Jüngere zeigen sich hierüber besorgt: 46 Prozent der Generation Z sagen, dass die Menschen infolge der Pandemie noch verschwenderischer geworden seien. 47 Prozent der Befragten glauben, dass die Pandemie langfristig negative Auswirkungen auf die Umwelt haben wird.

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