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Display- und Sensoranbindung im Fahrzeug

Neue Kooperationen für eine schnellere SerDes-Standardisierung

23. September 2020, 09:54 Uhr   |  Ingo Kuss

Neue Kooperationen für eine schnellere SerDes-Standardisierung
© ASA

Mit einer ersten Standard-Spezifikation sowie durch Kooperationen mit internationalen Industrieverbänden will die Automotive SerDes Alliance die Standardisierung der SerDes-Technik im Auto vorantreiben.

Einen offenen Markt für möglichst viele Teilnehmer zu schaffen, ist das erklärte Ziel der Automotive SerDes Alliance (ASA). Mehr als 50 Mitglieder aus Industrie und Forschung beteiligen sich dort inzwischen an der Standardisierung von SerDes-Links für die asynchrone Signalübertragung im Auto. Darüber hinaus kooperiert die ASA nun auch mit zwei anderen großen Industrieverbänden: der Japan Automotive Software Platform and Architecture (JASPAR) und der One-Pair Ethernet Special Interest Group (OPEN Alliance).

„Um eine hohe Verbreitung der ASA-Technologie zu erreichen, ist es wichtig, die Anforderungen von möglichst vielen Fahrzeugherstellern zu berücksichtigen. Der Austausch mit JASPAR leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag“, erläutert der Vorsitzende des ASA Steering Committee Stefan Brunner (Continental) im Gespräch mit der Markt&Technik.

Von der Kooperation mit der auf Automotive Ethernet spezialisierten OPEN Alliance wiederum erwartet die ASA Synergieeffekte insbesondere bei der Weiterentwicklung von Lösungen auf der physikalischen Übertragungsebene (PHY). „Automotive SerDes und Automotive Ethernet sind sich auf der PHY-Ebene ähnlich genug, dass die Übernahme von technischen Spezifikationen etwa beim Kanaltest problemlos möglich ist“, so Kirsten Matheus (BMW), die an der Gründung beider Interessensverbände maßgeblich beteiligt war. Dies beschleunige nicht nur den Entwicklungsprozess, sondern sei auch für die Vereinheitlichung des Fahrzeugnetzwerkes und die damit verbundenen Kosteneinsparungen wichtig. „Wir wollen für SerDes möglichst die gleichen Kabel und Stecker verwenden wie für Ethernet mit mehr als 1 Gbit/s auch.“

Tatsächlich kommt die erst im vergangenen Jahr gegründete ASA schnell voran: Die Arbeit an der ersten Standard-Version „Automotive SerDes Alliance Specification V 1.0“ ist nun so gut wie abgeschlossen. Rund 100 Seiten umfasst der Entwurf, der für ASA-Mitglieder in den nächsten Wochen verfügbar sein wird. Darüber hinaus ergänzt in Kürze die „Compliance & Testing Group“ als vierte Arbeitsgruppe die drei bestehenden Technical Committees.

Der aktuelle Stand bei der SerDes-Standardisierung und den ASA-Aktivitäten wird auch Thema der virtuellen Automotive SerDes Conference sein, die sich am 13. und 14. Oktober 2020 als weltweit erste Veranstaltung ausschließlich dieser Übertragungstechnik widmet. An zwei Tagen können sich alle Interessierten in 16 Vorträgen über die neuesten Entwicklungen, aktuelle Trends sowie konkrete Lösungsansätze rund um das Thema Automotive SerDes informieren.

Das ausführliche Programm mit den Schwerpunkten Technologie, Chanel, Architektur, Test, Applikation und Security ist auf der Konferenz-Webseite zu finden. Die Konferenzsprache ist Englisch.

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© WEKA FACHMEDIEN

Der Name ist Programm: Am 13. und 14. Oktober 2020 geht es bei dieser Konferenz ausschließlich um SerDes-Verbindungen im Fahrzeug.

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