Höhere Energiedichte, kürzere Ladezeiten

Nissan investiert in die Entwicklung von Hochvoltakkus

11. April 2022, 12:09 Uhr | Kathrin Veigel
Nissan Feststoffbatterien
Der neue Prototyp einer Produktionsstätte von Nissan soll Materialien und Fertigung für Feststoffbatterien untersuchen.
© Nissan

Der japanische Autobauer hat letzte Woche den Prototypen einer Produktionsanlage für laminierte Feststoffbatterien vorgestellt. Als Teil des Nissan-Forschungszentrums in der Präfektur Kanagawa soll die Fertigungsstätte die Markteinführung der innovativen Batterietechnik bis 2028 ermöglichen.

Im gleichen Jahr will Nissan im Rahmen seiner langfristigen Vision »Nissan Ambition 2030« ein Elektrofahrzeug mit selbst entwickelten Feststoffbatterien auf den Markt bringen. Hierfür soll bereits im Geschäftsjahr 2024 eine erste Fertigungslinie im Stammwerk in Yokohama eingerichtet werden. Wie diese aussehen soll und welche Materialien und welcher Herstellungsprozess erforderlich sind, wird in der nun vorgestellten Prototypen-Anlage untersucht.

Nissan erwartet, dass die Kosten für Feststoffbatterien bis zum Geschäftsjahr 2028 auf 75 US-Dollar (rund 69 Euro) pro kWh und im nächsten Schritt sogar auf 65 US-Dollar (rund 59 Euro) pro kWh sinken werden. Dadurch wären die Kosten für Elektrofahrzeuge mit denen benzinbetriebener Fahrzeuge vergleichbar.

Feststoffbatterien könnten die Popularität und Akzeptanz von Elektrofahrzeugen weiter steigern: Sie haben eine etwa doppelt so hohe Energiedichte wie herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien, weisen dank einer besseren Auf- beziehungsweise Entladung aber deutlich kürzere Ladezeiten auf. Da weniger teure Materialien für die Produktion erforderlich sind, sinken darüber hinaus die Kosten. Die Kombination dieser Vorteile erhöht die Wettbewerbsfähigkeit von Elektromobilität und macht sie auch für weitere Fahrzeugklassen und -segmente wie Pick-ups attraktiv.

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