Hyundai kooperiert mit IonQ

Hochvoltbatterien mit Quantencomputing optimieren

20. Januar 2022, 14:19 Uhr | Kathrin Veigel
Hyundai Motor Batteriechemie
Die Batterieeffizienz ist einer der vielversprechendsten neuen Bereiche, in denen Quantencomputer einen entscheidenden Unterschied machen können - dessen sind sich Hyundai und IonQ sicher.
© Hyundai Motor

Hyundai ist eine Partnerschaft mit dem US-Unternehmen IonQ eingegangen. Die Zusammenarbeit verbindet das Fachwissen von IonQ im Bereich der Quanteninformatik mit der Expertise von Hyundai beim Einsatz von Lithiumbatterien und soll den Grundstein für die Entwicklung effizienterer Batterien legen.

Ziel der Kooperation der Hyundai Motor Company mit IonQ ist die Entwicklung neuer Variational Quantum Eigensolver (VQE), also von Algorithmen zur Untersuchung von Lithiumverbindungen und deren chemischen Reaktionen in der Batteriechemie. Es ist davon auszugehen, dass die Simulation der Quantenchemie die Qualität von Lithiumbatterien der nächsten Generation deutlich verbessern wird, indem die Lade- und Entladezyklen der Geräte sowie ihre Haltbarkeit, Kapazität und Sicherheit optimiert werden.

Gemeinsam wollen die Teams beider Unternehmen das gemessen an der Anzahl der Qubits (kleinste Rechen- und Informationseinheit eines Quantencomputers) und Quantengatter (elementare Rechenoperationen eines Quantencomputers) fortschrittlichste Batteriechemiemodell entwickeln, das bisher für Quantencomputer vorgestellt wurde.

Zudem wollen die beiden Unternehmen die Entwicklung von Batterien effizienterer machen, indem sich die chemischen Reaktionen genauer simulieren und kontrollieren lassen. Diese Forschung zielt auf neue Arten von Ausgangsmaterial, die Zeit, Kosten und Aufwand sparen sollen – das wäre ein entscheidender Fortschritt, da Batterien in der Regel die teuerste Komponente eines Elektrofahrzeugs (BEV) darstellen.

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