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Umfrage zur Fahrzeugelektrifizierung

Großer Durchbruch steht kurz bevor

Molex Umfrage Fahrzeugelektrifizierung
93 Prozent der im Auftrag von Molex Befragten glauben, dass die Elektrifizierung kurz vor einem großen Durchbruch steht.
© Molex

Mit einer aktuellen Umfrage hat Molex die wichtigsten Innovationstrends und -hürden im Bereich elektrifizierter Fahrzeuge ermittelt. Es ging um Fragen zu Elektrofahrzeugen und elektrischen Systemen im Fahrzeug sowie zu Elektrifizierungslösungen außerhalb des Fahrzeugs.

Die Umfrage »Innovation in Automotive Electrification« (Innovation im Bereich Fahrzeugelektrifizierung) wurde von Dimensional Research im Auftrag von Molex durchgeführt. Hierfür wurden 204 Personen von Automobilfirmen, Tier-1- oder Tier-2-Zulieferern sowie Ladestationsanbietern in Nordamerika, EMEA und APAC verschiedener Rollen befragt, die in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Technik, Produkt, Innovation, Strategie, Fertigung und Lieferkette arbeiten. 

Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung lauten:

  • 94 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Elektrifizierung weit über die Umstellung auf Elektromotoren hinausgeht. Auch glauben 93 Prozent, dass die Elektrifizierung kurz vor einem großen Durchbruch steht.
  • Die drei wichtigsten Wachstumsfaktoren, die die Befragten nennen, sind die zunehmende Förderung der Elektrifizierung durch die Politik, verbesserte Batterietechnologie sowie eine größere Auswahl an Elektro- bzw. Hybridfahrzeugen.
  • Die Konzentration der Automobilhersteller und ihrer Zulieferer auf die Elektrifizierung hat in den letzten zwei Jahren drastisch zugenommen – sowohl in Bezug auf die Kundenerfahrung (55 Prozent), die Geschäftsergebnisse (51 Prozent), die Aufmerksamkeit seitens der Geschäftsleitung (50 Prozent), als auch das erwartete Tempo von Markteinführungen (48 Prozent).
  • Trotz dieser Dynamik berichten 92 Prozent der Befragten, dass ihre Design-Teams Schwierigkeiten mit der Elektrifizierung haben. Auch geben 91 Prozent an, dass es eine Herausforderung sei, die für die Elektrifizierung dringend nötige Expertise zu finden.

Fahrzeugfunktionen, bei denen mit Innovation gerechnet wird

Die Befragten erklären, dass Innovationen in der Elektrifizierung zu weitreichenden Verbesserungen bei den Fahrzeugfunktionen führen werden, darunter autonomes Fahren und Fahrerassistenz (53 Prozent), Sicherheit (43 Prozent), Gesamtbetriebskosten (41 Prozent), Fahrzeugladezeit (39 Prozent) sowie Fahrzeugreichweite (37 Prozent).

Dennoch gibt es noch immer Herausforderungen bei der Verbesserung der Fahrzeugladezeit (31 Prozent), der Fahrzeugreichweite (29 Prozent) sowie beim autonomen Fahren und der Fahrerassistenz (29 Prozent). Die Umfrageteilnehmer berichten zudem von Fortschritten bei Batteriezellen, -modulen oder -paketen (51 Prozent), bei Elektromotoren (47 Prozent) sowie bei der Antriebselektronik (45 Prozent).

Allerdings berichten sie auch über Schwierigkeiten bei der Innovation von Steuergeräten (37 Prozent), von Verkabelung, Steckverbindern und Stromschienen (34 Prozent), von Kameras und Sensoren (33 Prozent) sowie von Antriebselektronik (26 Prozent).

Zonale Architektur wird zum Standard

84 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass zonale Architekturen in den nächsten fünf Jahren oder mehr zum Standard werden, da Automobilhersteller und Zulieferer bestrebt sind, elektrische/elektronische (E/E) Architekturen zu unterstützen.

Durch die zonale Verdrahtung wird nicht nur das Kabelgeflecht herkömmlicher Fahrzeugarchitekturen reduziert. Die Innovation wird auch die Zahl der elektronischen Steuergeräte (ECUs) im Fahrzeug drastisch verringern und dabei Länge, Gewicht und Kosten der Kabel reduzieren.

Soll die Elektrifizierung Erfolg haben, braucht es Zusammenarbeit

Die Umfrageteilnehmer sehen sich einer Vielzahl von Hürden gegenüber, wenn es darum geht, das dringend benötigte Fachwissen zu erlangen, um ihre Innovationsbemühungen voranzutreiben. Traditionellen Tier-1- oder Tier-2-Zulieferern der Automobilbranche mangelt es oft an Elektrifizierungs-Expertise, während die Automobilhersteller feststellen, dass die zunehmende Konkurrenz durch Technologie-Titanen ihre internen Einstellungsvorhaben erschwert.

Die Automobilhersteller sehen die engere Zusammenarbeit mit Zulieferern als den wichtigsten Motor für Innovation; für die Zulieferer führen am ehesten verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Kapitalgüter (zum Beispiel Werkzeuge, Maschinen und Anlagen) zu Fortschritten.


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