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Batterieproduktion

Bosch will dreistelligen Millionenumsatz erzielen

12. August 2021, 16:13 Uhr   |  Kathrin Veigel

Bosch will dreistelligen Millionenumsatz erzielen
© Bosch

Bosch will ab 2025 jährlich mehrere Millionen Euro Umsatz mit Fabrikausrüstungen für die Batterieproduktion erzielen.

Der Technologiekonzern Bosch wittert angesichts einer branchenübergreifend steigenden Batterienachfrage die Chance auf schnell wachsende Geschäfte – auch mit dem Verkauf kompletter Fabrikausrüstungen für die Batteriefertigung.

Das Unternehmen erhofft sich im Bereich Batterieherstellung einen Umsatzsprung von etwa 100 Millionen Euro im Vorjahr auf rund 250 Millionen Euro bis zum Jahr 2025. Für den gesamten Zeitraum zwischen 2020 und 2025 strebe man einen Umsatz von einer Milliarde Euro in diesem Geschäftsfeld an.

Bosch ist als Mischkonzern auf vielen Feldern aktiv, baut beispielsweise auch selber Batterien für die Autoindustrie und andere Branchen. So fertigt das Unternehmen in Eisenach 48-Volt-Batterien der zweiten Generation in Serie. 70 Millionen Euro sollen dieses Jahr in den Ausbau der dortigen Fertigung investiert werden.

Neu ist nun, dass der Konzern neben Batterien verstärkt auch spezielle Technik zum Bau und zur Zusammensetzung derselben an andere Unternehmen verkaufen will. Man habe von einzelnen Komponenten über Softwarelösungen bis hin zu automatisierten Montagelinien alles im Angebot, so Bosch. Bei letzteren geht es etwa darum, dass Batteriezellen als Herzstück einer Batterie automatisiert verschweißt und eingeklebt werden können.

Webasto setzt auf Bosch-Technik in der Batterieproduktion

Zu den Vorreitern in der Herstellung von Batteriepacks zählt Webasto. Das Unternehmen engagiert sich seit 2016 im Bereich der Elektromobilität und setzt neben Hochvoltheizern und Ladelösungen auch auf Batteriesysteme für elektrifizierte Fahrzeuge. Die Batterieproduktion im deutschen Werk in Schierling ist Blaupause für neue Produktionsstätten zum Beispiel im koreanischen Dangjin. Bosch liefert dafür automatisierte Montagelinien zum Verschweißen und Einkleben der Batteriezellen.

Hierfür werden die verschiedenen Funktionen der Modulfertigung vereint: von der Zellreinigung mit Eingangsprüfung, dem Stapelprozess sowie einem speziellen Laserschweißprozess bis hin zur End-of-Line-Prüfung zur Qualitätssicherung. Dank eines ausgeklügelten Linienkonzepts treten bei der Bearbeitung keine Verunreinigungen durch Partikel auf. Die Zell-Stapel werden mit automatisiertem Roboterhandling in einem zweistufigen Prozess montiert, bestehend aus Dispensertechnologie und Laserschweißen. Mit einem umfangreichen Sicherheitskonzept ist es anschließend möglich, die elektrische Verbindung des Batterie-Moduls mithilfe eines hoch dynamischen und präzisen Laserschweißprozesses zu realisieren.

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