Projekt »euROBIN«

Nachhaltige KI-Entwicklung fördern

9. August 2022, 11:00 Uhr | Tobias Schlichtmeier
DLR-Roboter
Bei einem Laborrundgang während des Kickoff-Meetings konnte Werner Kraus die DLR-Roboter in Aktion erleben.
© DLR

Im Exzellenznetzwerk euROBIN, das von Juli 2022 bis Juni 2026 läuft, kooperieren 31 europäische Forschungslabors. Das Fraunhofer IPA engagiert sich insbesondere für die Nutzung der Robotik, um eines der »UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung« zu erreichen.

Das Projekt »euROBIN« ist ein neues Netzwerk, das die europäische Expertise zu Robotik und KI bündelt. Zum ersten Mal forschen zahlreiche Forschungslabors in ganz Europa gemeinsam an KI-basierter Robotik. Zu den Zielen gehören sowohl bedeutende wissenschaftliche Fortschritte bei Kernfragen der KI-basierten Robotik als auch das Stärken der wissenschaftlichen Robotik-Gemeinschaft in Europa. Für letztere soll eine gemeinsame Plattform entstehen.

Erreichung der »UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung«

Ziel der Initiative ist es, die Robotik-Gemeinschaft zusammenzubringen, um Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft zu unterstützen und gleichzeitig europäische Werte zu fördern. Das Netzwerk soll den Wissenstransfer und den Austausch zwischen Forschungseinrichtungen und Industriepartnern erleichtern. Die Projektpartner werden an zwei Hauptzielen arbeiten. Das erste ist der Einsatz von Robotik zur Erreichung der von den Vereinten Nationen (UN) 2016 verkündeten »Sustainable Development Goals« (SDGs, auf Deutsch »Ziele für nachhaltige Entwicklung«). Das Fraunhofer IPA ist am Arbeitspaket 1 »Robotische Fertigung für die Kreislaufwirtschaft« beteiligt, das mit dem SDG 12 »Nachhaltige/r Konsum und Produktion« verknüpft ist.

Wissenstransfer

Das weitere Ziel ist, wichtige wissenschaftliche und technologische Herausforderungen zu bewältigen, die den Durchbruch und den großflächigen Einsatz von Robotik behindern: euROBIN konzentriert sich darauf, die Übertragbarkeit und Wiederverwendbarkeit kognitionsgestützter Robotiklösungen in der Wissenschaft sowie in neuen Branchen zu verbessern. Dies ist entscheidend, um die Kräfte in Europa in diesem dynamischen und sehr wettbewerbsintensiven Umfeld besser zu bündeln. Das betrifft zum Beispiel das Übertragen von Fähigkeiten von Roboter zu Roboter, von Mensch zu Roboter oder auch von Mensch zu Mensch.

Wettbewerbe und wissenschaftliche Beiträge

Zwei wichtige Projektaspekte werden es ermöglichen, diese Ziele zu erreichen. Der eine Aspekt sind kooperative Wettbewerbe. Die Teams werden sich gemeinsam praxisrelevanten und ambitionierten Herausforderungen der Robotik stellen. Dabei werden die Wettbewerbsregeln so gestaltet, dass der Austausch von Wissen, Daten und Ergebnissen zwischen den Teams den gleichen Stellenwert hat wie die Lösung der Herausforderungen. Das Fraunhofer IPA wird sich am Wettbewerb für die Produktion und insbesondere an der robotergestützten Handhabung von biegeschlaffen Bauteilen beteiligen. Der andere Aspekt sind wissenschaftliche Beiträge mit den vier Schwerpunkten Umgebungsinteraktion, Transfer von gelerntem Wissen, übertragbare Darstellung von Wissen und menschzentrierter Wissenstransfer.


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