Würth Elektronik eiSos im LED-Markt

»Es geht um Verfügbarkeit, Qualität und den ‚direkten Draht‘«

15. Mai 2018, 11:00 Uhr | Nicole Wörner

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Horticulture-LEDs, OLEDs - und die »Fünf-Jahre-Ziele«

Auf welche LED-Zielmärkte werden Sie sich künftig fokussieren und welche Produktentwicklungen stehen an?
Durch das Direktvertriebskonzept stehen wir in sehr engem Kontakt mit unseren Kunden. Sie sagen uns, was sie brauchen und welche Anforderungen sie auf sich zukommen sehen. Darauf richten wir unsere Entwicklungen aus. Die Zielmärkte sind dabei ganz klassisch natürlich die Industrie und Datentechnik, Weiße Ware und Consumer-Elektronik. Aber wir schauen auch genau auf Nischenanwendungen und neue Applikationen wie etwa das bereits erwähnte Horticultural Lighting oder UV/IR-LEDs.

Gerade im Bereich Horticulture sehen wir großes Potential – auch und gerade weil die Klimabedingungen sich ändern, der C02-Ausstoß reduziert werden muss und Ressourcenschonung unerlässlich ist. Es gibt viele gute Ansätze, um diesen Problemen entgegenzuwirken. Einer ist das „Vertical Farming“, der erste große Anwendungsbereich unserer Horticulture-LEDs. Unter Vertical Farming kann man sich einen modernen Bauernhof vorstellen, der mit einem hydroponischen System und einer künstlichen Belichtung ausgestattet ist, die wir mit unseren Horticulture-LEDs liefern. Ähnlich wie bei Vertical Farms wird auch in Gewächshäusern Zusatzbelichtung verwendet – der zweite große Anwendungsbereich unserer Horticulture-LEDs. Hier sind unsere Kunden diejenigen, die das Belichtungssystem für den Anbauer herstellen.

Neben Horticultural Lighting – welche weiteren Zukunftstrends sehen Sie im LED-Markt? 
Energieeffizienz und Miniaturisierung der Bauteile stehen natürlich ganz oben auf der Trendliste der LED-Branche. Aber auch in den Displaytechnologien werden wir riesige Entwicklungsschritte sehen, vor allem geprägt durch OLEDs. Wachstumschancen für die LED-Branche sehe ich zudem im Bereich der Laseranwendungen und bei biometrischen Sensoren.

Sie erwähnten OLEDs – wäre dies ein Thema für Würth Elektronik?
Nun, das wäre derzeit noch Zukunftsmusik. Aber wenn wir das Thema LED ernst nehmen, müssen wir über kurz oder lang auch über OLEDs nachdenken.

Stichwort Zielsetzung: Wo sehen Sie das LED-Geschäft von Würth in fünf Jahren?
Wir wollen mit einer breiten Varianz an verfügbaren Bauteilen ganz nah bei den Kunden sein, ihnen die besten Produkte für ihre Anwendungen bieten und eine Vielfalt an Application Notes und Support Tools zur Verfügung stellen, die ihnen helfen, zu verstehen, wie LEDs richtig verwendet werden, wie man richtig mit ihnen umgeht, etc. Unser Anspruch ist es, den besten Service am Markt zu bieten.

Ein wenig konkreter ausgedrückt…
Wir wollen den Umsatz unseres bestehenden Sortiments in den nächsten fünf Jahren verdoppeln und unser LED-Portfolio weiter ausbauen – vor allem für Standard-Industrieanwendungen, aber auch für die bereits genannten Trends und Nischenapplikationen. Über allem steht aber immer der Grundsatz der Verfügbarkeit, der Qualität und der Beratung. 

Das Interview führte Nicole Wörner, Markt&Technik.
 

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