Neues Übernahmeangebot

Emerson Electric will NI kaufen

18. Januar 2023, 16:00 Uhr | Nicole Wörner
Schmuckbild Übernahmeangebot
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Die US-amerikanische Emerson Electric will den Messtechnik-Anbieter NI kaufen und hat dazu ein Angebot in Höhe von rund 7,6 Milliarden US-Dollar auf den Tisch gelegt.

Seit Mai vergangenen Jahres hatte Emerson mehrfach versucht, NI für die Übernahme zu begeistern. Doch die lehnten die bisherigen Angebote beharrlich ab. Auch das Angebot aus dem November 2022, in dem Emerson 48 US-Dollar pro Aktie angeboten hatte. NI werde seine strategischen Optionen überdenken, so die Reaktion des Messtechnik-Herstellers.

Nun unterbreitet Emerson ein neues Angebot – 53 US-Dollar in bar für jede NI-Aktie – und macht das Ganze öffentlich. 

»Obwohl Emerson es vorgezogen hätte, eine private Einigung zu erzielen, machen wir angesichts der Ankündigung von NI, eine strategische Überprüfung vorzunehmen, und nach der Weigerung, in den letzten acht Monaten mit uns auf eine Bargeldtransaktion hinzuarbeiten, unser Interesse zum Nutzen aller NI-Aktionäre öffentlich«, sagt Lal Karsanbhai, Präsident und Chief Executive Officer von Emerson.

Emerson bewundere NI seit langem und sei der Meinung, dass die Kombination des Produkt- und Softwareangebots im Bereich der elektronischen Prüf- und Messtechnik mit der Automatisierungstechnologie und Software von Emerson die Fähigkeit des Unternehmens verbessern würde, umfassende Lösungen für eine Vielzahl von Endmärkten anzubieten, das Wachstum zu beschleunigen und Emerson in die Lage zu versetzen, einen beträchtlichen Shareholder Value zu schaffen. »Wir sind bereit, unmittelbar mit dem Vorstand und dem Managementteam von NI zusammenzuarbeiten, um eine Vereinbarung zu erzielen, die allen NI-Aktionären eine überzeugende Prämie und einen sicheren Barwert bieten würde.«

Eine Reaktion seitens NI auf das neue Angebot vom 11.1.23 gab es bislang nicht – was Emerson wiederum dazu veranlasste, die NI-Aktionäre öffentlich dazu aufzufordern, die »Verzögerungstaktik des Boards« zu stoppen. »NI-Aktionäre sollten sich darüber im Klaren sein, dass ihnen acht Monate lang die Möglichkeit vorenthalten wurde, einen gewissen Barwert mit einem erheblichen Aufschlag zu realisieren«, hieß es in der Unternehmensmeldung. »Emerson fordert die NI-Aktionäre dringend auf, sich mit dem Vorstand in Verbindung zu setzen, um sicherzustellen, dass dieser öffentliche strategische Überprüfungsprozess nicht nur eine weitere Verzögerungstaktik ist.«

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