Vorläufige Studienanfängerzahlen

Elektrotechnik gewinnt leicht

30. November 2022, 10:14 Uhr | Corinne Schindlbeck
Frau
Erstmals erreicht die E-Technik eine Frauenquote von 19%. Und bleibt damit im Fächervergleich immer noch Schlusslicht. 
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Das Statistische Bundesamt hat für vier ausgewählte technisch orientierte Studienbereiche vorläufige Studienanfängerzahlen veröffentlicht. Der Abwärtstrend in E-Technik scheint vorerst gestoppt. Und es gibt einen Lichtblick.

Laut Statistischem Bundesamt liegen Informationen über die Zahl der Erstsemester im Studienjahr 2022 vor. Mit 41 100 Studierenden begannen demnach 2,6 % mehr Personen ein Informatik-Studium als im Studienjahr zuvor.

23 200 Studierende schrieben sich neu in Maschinenbau/Verfahrenstechnik ein, das waren 1,5 % mehr als im Vorjahr.

Und auch in Elektrotechnik und Informationstechnik gab es mit 13 300 Studienanfängerinnen und -anfängern einen geringen Anstieg (+1,9 %).

Dagegen fiel der im Bereich Bauingenieurwesen ab: Mit 10 400 Studierenden schrieben sich 3,8 % weniger Personen neu ins Studium ein als im Studienjahr 2021.

Dr. Michael Schanz, Arbeitsmarktexperte beim VDE , zeigt sich in einer ersten Reaktion vorsichtig optimistisch über die neuen Zahlen.  Der Abwärtstrend sei zunächst gestoppt - aber das sei kein Grund für "Jubelstürme". 

Schanz vermutet vielmehr, dass sich ein Corona-bedingter Einschreibe-Stau unter chinesischen Studierwilligen nun auflöse. "Chinesische Studierende bilden eine signifikant große Gruppe in unseren Studiengängen an Universitäten", schreibt Schanz auf LinkedIn

Dass erstmals eine Frauenquote von 19% erreicht wurde sei erfreulich. Auch wenn damit die Elektrotechnik im Fächervergleich immer noch Schlusslicht sei. 

 


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