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Handelskrieg USA – China

Taiwan will zum IC-Hub werden

24. September 2020, 07:30 Uhr   |  Heinz Arnold

Taiwan will zum IC-Hub werden
© TSMC

Die Präsidentin von Taiwan, Tsai Ing-wen, will die taiwanische Halbleiterindustrie unterstützen und Taiwan zu einem Halbleiterzentrum ausbauen.

Das sei eines der Hauptziele der Regierungspolitik. Dahinter steht, dass TSMC seit dem 15. September 2020 aufgrund der Bestimmungen der USA keine Chips mehr an Huawei und HiSilicon liefert. Auf einem Treffen, an dem auch der Chairman von TSMC, Mark Liu teilnahm, sagte Tsai, dass Taiwan schon jetzt ein kritischer Teil der globalen Lieferkette sei. »Wir werden die Halbleiterindustrie aktiv dabei unterstützen, die Probleme zu lösen und technologisch führend zu bleiben.«

Die gemeinsamen Anstrengungen des Staates und des privaten Sektors sollen der Industrie in Taiwan zu mehr Wettbewerbsfähigkeit verhelfen. Der Fokus liege nun darauf, Materialzulieferer und ausländische Equipment-Lieferanten sowie Assembly-Firmen in Taiwan anzusiedeln. Diese Politik soll schrittweise mit dem Ziel umgesetzt werden, wichtige Teile der Supply-Chain in Taiwan zu konzentrieren.

Mark Liu erklärte auf der SEMI Taiwan, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China, die Entflechtung der Lieferketten zwischen beiden Ländern und der Protektionismus auf beiden Seiten zu nichts anderem führen werde als die Kosten nach oben zu treiben und den Fluss der Ideen zu hemmen.

Zuvor hatte er schon bekannt gegeben, neue Fabs in Taiwan bauen zu wollen, darunter eine 2-nm-Fab in Hsinchu. Ziel sei es, ein Drittel der Chips im Norden, ein Drittel im Süden und ein Drittel im Zentrum von Taiwan zu produzieren. In diesem Jahr haben die 5-nm-Chips bereits einen großen Teil der Gesamtproduktion von TSMC ausgemacht. Die 3-nm-Produktion will TSMC 2022 aufnehmen.

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