Infineon Technologies

Starkes Umsatzwachstum, besonders im Automobilbereich

3. August 2022, 7:57 Uhr | Iris Stroh
Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon: »Dien Wandel durch Dekarbonisierung und Digitalisierung gestalten wir aktiv mit und nutzen die daraus entstehenden Chancen für profitables Wachstum.«
Jochen Hanebeck, seit 1. April 2022 Vorstandsvorsitzender von Infineon Technologies legt gute Quartalszahlen vor.
© Infineon

Infineon Technologies hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2022 einen Umsatz in Höhe von 3,618 Mrd. Euro erzielt. Das entspricht einer Steigerung von 10 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal und einem Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

»In einer schwierigen Großwetterlage ist Infineon dank seines differenzierenden Portfolios weiterhin gut unterwegs«, sagt Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon. »Steigende Energiekosten, Rohstoffpreise und Zinsen, die fortdauernde Pandemie sowie geopolitische Unwägbarkeiten belasten das Wirtschaftswachstum. In einigen konsumentennahen Endmärkten entwickelte sich die Nachfrage zuletzt schwächer. Wir beobachten die Marktentwicklung genau und sind darauf vorbereitet, umgehend zu handeln. Die strukturellen Treiber Dekarbonisierung und Digitalisierung sorgen jedoch nach wie vor für hohen Halbleiterbedarf. Die globale Dynamik hin zur Elektromobilität hält an. Das Streben vieler Staaten nach unabhängiger Energieversorgung wird den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter beschleunigen. Zudem profitieren wir von anhaltend hohen Investitionen in Kommunikationsinfrastruktur, Rechenzentren und Cloud-Computing.«

In den Segmenten Automotive (ATV) und Power & Sensor Systems (PSS) stieg der Umsatz deutlich, auch die Entwicklung bei den Segmenten Industrial Power Control (IPC) und Connected Secure Systems (CSS) verlief leicht positiv.

Die Bruttomarge betrug im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 43,2 Prozent nach 42,9 Prozent im Vorquartal. Die bereinigte Bruttomarge betrug unverändert zum Vorquartal 45,4 Prozent.

Das Segmentergebnis stieg im dritten Quartal auf 842 Millionen Euro nach 761 Millionen Euro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2022. Die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich leicht auf 23,3 Prozent nach 23,1 Prozent im Vorquartal. Das Betriebsergebnis stieg im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022 auf 690 Millionen Euro nach 618 Millionen Euro im Vorquartal.

Ausblick für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2022

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2022 erwartet Infineon bei einem angenommenen EUR/USD-Wechselkurs von 1,05 einen Umsatz von rund 3,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 8 Prozent gegenüber dem dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Dabei sollte der Anstieg im Segment IPC deutlich darüberliegen. Für die Segmente ATV und PSS wird ein Umsatzwachstum etwa in Höhe des Konzerndurchschnitts erwartet, während das Umsatzwachstum bei CSS voraussichtlich im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen wird. Die Segmentergebnis-Marge wird bei dem prognostizierten Umsatz voraussichtlich etwa 25 Prozent betragen.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2022

Auf Basis des prognostizierten Umsatzes für das vierte Quartal ergibt sich für das gesamte Geschäftsjahr 2022 ein erwarteter Umsatz von rund 14 Milliarden Euro (zuvor 13,5 Milliarden Euro; etwa 140 Millionen Euro der erwarteten Steigerung resultieren aus einem festeren US-Dollar). Im Vergleich zum vorangegangen Geschäftsjahr wird im Segment ATV der Umsatz prozentual voraussichtlich stärker als im Konzerndurchschnitt steigen. Der Umsatzanstieg im Segment CSS sollte in etwa auf Höhe des Konzerndurchschnitts und der von PSS etwas unter dem Konzerndurchschnitt liegen. Im Segment IPC wird erwartet, dass sich der Umsatz um etwa 15 Prozent verbessert. Bei dem erwarteten Umsatz von nun rund 14 Milliarden Euro sollte die Segmentergebnis-Marge über 23 Prozent liegen nach zuvor mehr als 22 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2022 sind Investitionen, vom Unternehmen definiert als Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten, in Höhe von etwa 2,4 Milliarden Euro geplant. Schwerpunkt hierbei ist der Ausbau der Kapazitäten in unserer Frontend-Fertigung, um das erwartete Nachfragewachstum unserer Kunden mittelfristig weiter bedienen zu können.


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