Nvidia

Die Geschäfte sind und bleiben schwierig

25. August 2022, 7:18 Uhr | dpa, st
Schmuckbild Umsatzsteigerung
© Monster Ztudio/stock.adobe.com

Die Popularität der Chips von Nvidia machte den US-Konzern zu einem Börsenliebling. Doch aktuell wird sein Geschäft mit Grafikkarten von einem scharfen Abschwung getroffen - und die Aktie ist weit von ihren Höchstständen entfernt.

Nvidia rechnet nicht mit einer baldigen Erholung. Für das dritte Quartal prognostiziert Nvidia einen Umsatz von etwa 5,9 Mrd. Dollar (rund 5,9 Mrd. Euro), ±2 Prozent. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Umsätze in den Bereichen »Gaming« und »Professional Visualization« sequentiell zurückgehen werden, da OEMs und Vertriebspartner ihre Lagerbestände reduzieren, um sie an die aktuelle Nachfrage anzupassen und um sich auf die neue Produktgeneration von Nvidia vorzubereiten. Das Unternehmen geht davon aus, dass dieser Rückgang teilweise durch sequenzielles Wachstum in den Bereichen »Data Center« und »Automotive« ausgeglichen wird. Das wären über 1 Mrd. Dollar weniger als im Vorjahresquartal - und auch deutlich weniger als von Analysten erwartet.

Der Umsatz im Ende Juli abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal weist ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf und landete bei 6,7 Mrd. Dollar. Nvidia selbst hatte ursprünglich mit mehr als 8 Milliarden Dollar gerechnet. Auslöser für die Entwicklung war ein Gaming-Geschäft, das noch schwächer ausfiel als erwartet. Nvidias Grafikkarten werden nicht nur in PCs eingesetzt, deren Verkäufe aktuell schwächeln, sondern auch zur Produktion von Kryptowährungen, die mit gesunkenen Kursen weniger lukrativ geworden ist.

Der Umsatz im Gaming-Bereich wird mit 2,04 Mrd. Dollar beziffert, ein Drittel weniger als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu stieg der Umsatz im Bereich »Data Center« um 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichte ein Volumen von 3,81 Mrd. Dollar. Die Technik von Nvidia wird unter anderem auf breiter Front für Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz eingesetzt - und der US-Konzern setzt auch groß auf das Autogeschäft als Lieferant von Computern unter anderem für Mercedes.

Unterm Strich fiel der Quartalsgewinn auf 656 Mio. Dollar, vor einem Jahr waren es noch 2,37 Mrd. Dollar gewesen.

Anleger ließen die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 4,6 Prozent fallen. Der Kurs war im vergangenen Jahr steil auf bis zu 330 Dollar im November gestiegen. Danach setzte ein Abschwung ein und zuletzt lag er mit gut 160 Dollar auf dem Niveau von Mai 2021.


Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, NVIDIA Corporate

dpa-News