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M1 Ultra: »weltweit leistungsstärkster Chip für PCs«

9. März 2022, 7:31 Uhr | Iris Stroh
M1 Ultra
Der M1 Ultra nutzt zwei Dies der M1-Max-Prozessoren, die mithilfe einer Interposer-Technologie verbunden werden.
© Apple

Apple hat gestern seinen M1 Ultra vorgestellt. Er basiert auf zwei M1-Max-Dies, die mit einer Interposer-Technologie direkt gekoppelt werden. Damit soll der ebenfalls vorgestellte »Mac Studio« eine atemberaubende Rechenleistung bei gleichzeitig branchenführender Leistung pro Watt« erreichen.

Der M1 Ultra von Apple besteht aus 114 Milliarden Transistoren, »den meisten, die jemals in einem Chip in einem Personal Computer verbaut worden sind«, so Apple. Der M1 Ultra kann mit bis zu 128 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher mit hoher Bandbreite und geringer Latenz konfiguriert werden, auf den die verschiedenen CPU-, GPU- und Neural Engine-Kerne zugreifen können. Apple weiter: Dies bietet Entwickler:innen, die Code kompilieren, Künstler:innen, die in großen 3D Umgebungen arbeiten, die so groß sind, dass sie bisher nicht gerendert werden konnten, und Videoprofis, die Videos bis zu 5,6-mal schneller in ProRes umwandeln können als mit einem 28-Core Mac Pro mit Afterburner, eine unfassbare Leistung.«

Die für die Kopplung genutzte Silizium-Interposer-Technologie hat Apple selbst entwickelt und nennt sie UltraFusion. Damit ist laut Apple eine Bandbreite zwischen den Dies von 2,5 TB/s möglich - im Vergleich zu anderen Interconnect-Technologien liegt Apple damit um mehr als das Vierfache höher. Der M1 Ultra verhält sich wie ein einzelner Chip und wird von der Software als solcher erkannt, sodass der Code gleichbleiben kann.

Details

Der M1 Ultra verfügt über 20 CPU-Kerne, wobei 16 Kerne auf eine hohe Leistung und vier Kerne auf eine hohe Effizienz getrimmt sind. Laut Apple liefert er eine um 90 Prozent höhere Multithread-Leistung als der schnellste verfügbare 16-Core-Chip eines Desktop-PCs mit demselben Leistungsumfang und braucht dennoch 100 Watt weniger.

Für besonders grafikintensive Aufgaben wie 3D-Rendering und komplexe Bildverarbeitung verfügt der M1 Ultra über eine 64 GPU-Kerne — und bietet damit laut Apple-Angaben eine schnellere Leistung als selbst die besten verfügbaren PC-Grafikprozessoren, und das bei 200 Watt weniger Leistung.

Auch die Architektur des gemeinsamen Arbeitsspeichers von Apple ist mit dem M1 Ultra erweitert worden. Die Speicherbandbreite wurde auf 800 GB/s erhöht, mehr als das 10-fache des neuesten Chips eines Desktops, und der M1 Ultra kann mit bis zu 128 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher konfiguriert werden. Mit maximal 48 GB bei den leistungsstärksten PC-Grafikkarten gibt es nichts Vergleichbares bei der Größe des Grafiksspeichers, das dem M1 Ultra das Wasser reichen kann. Die Menge an Speicher ist für GPU-intensive Workflows wie die Arbeit mit extremer 3D Geometrie oder dem Rendern riesiger Szenen von entscheidender Bedeutung. 

Dazu kommen noch 32 Neural-Engine-Kerne, die bis zu 22 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde ausführen und beschleunigen können. Mit der doppelten Leistung der Media Engine des M1 Max bietet der M1 Ultra laut Apple »einen noch nie dagewesenen Durchsatz bei der Kodierung und Dekodierung von ProRes Video«.

Mac Studio

Der neue Mac Studio mit dem M1 Ultra kann bis zu 18 Streams 8K ProRes 422 Video wiedergeben. Der M1 Ultra integriert auch spezielle Apple Technologien wie eine Display Engine, die mehrere externe Displays ansteuern kann, integrierte Thunderbolt 4 Controller und erstklassige Sicherheitsfunktionen, darunter Apples neueste Secure Enclave, Hardware-verifiziertes, sicheres Booten und Technologien zum Schutz vor Missbrauch während des Betriebs. Apple ergänzt seinen Mac Studio mit dem »Studio Display«, der sich aber auch mit jedem anderen Mac kombinieren lässt. Es verfügt über ein großes 27 Zoll 5K Retina Display, eine 12 MP Ultraweitwinkel-Kamera mit Folgemodus und ein Hi-Fi Soundsystem mit sechs Lautsprechern mit 3D Audio.


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