Harting-Technologiegruppe

Rekordumsatz in herausfordernden Zeiten

17. Dezember 2021, 15:00 Uhr | Ralf Higgelke
Harting
Der Vorstand der Harting-Technologiegruppe: Philip Harting, Dietmar Harting, Margrit Harting, Dr. Michael Pütz, Andreas Conrad, Maresa Harting-Hertz und Dr. Kurt D. Bettenhausen (von links nach rechts).
© Harting

Der Corona-Pandemie, fragilen Lieferketten und Lieferengpässen zum Trotz hat Harting mit 869 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020/21 um die 14,5 Prozent mehr erwirtschaftet als im Vorjahr. Alle Regionen haben zu diesem Ergebnis beigetragen

»Wir haben die Herausforderungen der Corona-Pandemie gemeistert und sind kräftig gewachsen«, erklärte Philip Harting, Vorstandsvorsitzender der Technologiegruppe, bei der Jahrespressekonferenz. »Wir sind mit dem hervorragenden Ergebnis sehr zufrieden und stolz auf das, was wir in den letzten Monaten erreicht haben.«

Alle Regionen, in denen Harting tätig ist, haben sich im Geschäftsjahr 2020/21 positiv entwickelt – mehrheitlich sogar mit deutlichem Wachstum. Der Umsatz in Europa (ohne Deutschland) wuchs um 15 Prozent auf 40 Mio. Euro. Eine Steigerung von 14 Prozent erzielte die Region Americas und legte 12 Mio. Euro zu. Dahinter reiht sich Asien ein mit einem Umsatzplus von 6 Prozent bzw. 13 Mio. €. An der Spitze steht der Standort Deutschland mit einem Wachstum von 23 Prozent, was einem Plus von 40 Mio. Euro entspricht.

Eine breite Aufstellung in Branchen, Märkten und Regionen seien für diese wirtschaftlichen Positivmeldungen verantwortlich, so Harting. Zukünftige Herausforderungen sieht Harting sowohl in einer erwartet hohen Inflationsrate als auch Lieferengpässen durch Materialknappheit, fragile Lieferketten, steigende Energiepreise und das signifikante Engagement für die Energiewende. Auch die Corona-Pandemie werde weiterhin Einfluss auf das Markt- und Unternehmensgeschehen haben.

»Wir haben unsere Standorte optimiert, das heißt, in neue Technologien und Automatisierungen investiert«, kommentiert Philip Harting das Investitionsvolumen von rund 40 Mio. Euro, das im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgewendet wurde. Während für Espelkamp die Standortsicherung durch den kontinuierlichen Ausbau von Digitalisierung und Automatisierung erzielt wurde, standen die Ausgaben für die weltweiten Landesgesellschaften unter der Prämisse »In der Region, für die Region«. Hier sind insbesondere die Standorterweiterungen (Bereich Automotive und Schweiz) und Kapazitätserweiterungen (Rumänien und Mexiko) zu nennen.

Ausblick auf 2022

Bei allen Investitionen stehen Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Fokus. »Grün ist nicht nur unser Denken, sondern auch unser Handeln«, so Philip Harting. »Seit über 30 Jahren sind wir aus Überzeugung ein grünes Unternehmen und richten all das, was wir tun, nach dieser grünen Richtschnur aus.« So habe das Unternehmen beispielsweise seit 2011 rund 175.000 Tonnen CO2 eingespart – durch den Einsatz »grüner«, zum Teil selbst produzierter Energie, durch Investitionen in Photovoltaik oder energieeffiziente Produktionsprozesse.

Dazu unternehme das Unternehmen nach eigener Aussage große Anstrengungen und leiste für das kommende Jahr Rekordinvestitionen von 90 Millionen Euro in die eigene Produktion, in die Entwicklung neuer Technologien und in die Klimaneutralität aller weltweiten Standorte.

Trotz nach wie vor bestehender Risiken wie Materialknappheit, steigende Energie- und Transportkosten und der Corona-Pandemie sieht der Vorstandsvorsitzende das Unternehmen auf starkem Wachstumskurs: »Wenn alles so positiv weiterläuft wie bisher, halten wir für das Geschäftsjahr 2021/2022 ein erneut zweistelliges Wachstum für möglich.«


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