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EU unterstützt Skeleton Technologies

15 Millionen Euro für Graphen-Ultrakondensatoren

13. Februar 2017, 10:46 Uhr   |  Ralf Higgelke

15 Millionen Euro für Graphen-Ultrakondensatoren
© Eiko Kink

Die Köpfe und Co-Founder von Skeleton Technologies: Oliver Ahlberg (COO, links) und Taavi Madiberg (CEO, rechts).

Mit 15 Millionen Euro als »Quasi-Eigenkapital« finanziert die Europäische Investitionsbank (EIB) die Skeleton Technologies. Skeleton stellt Ultrakondensatoren sowie Energiespeicherlösungen auf der Basis von Graphen her.

Durch den von der Europäischen Fond für strategische Investments (EFSI) abgesicherten Kredit möchte Skeleton Technologies seine R&D-Ressourcen für die künftige Entwicklung seiner Produkte und Systeme finanzieren. Das Unternehmen hatte zuvor bereits 26,7 Millionen Euro an Finanzmitteln eingesammelt, und

zusammen mit dem »Quasi-Eigenkapital« der EIB

erreicht die Finanzierung 41,7 Millionen Euro. Dieser Kredit soll Skeleton in die Lage versetzen, ihre Kunden besser zu bedienen. Dies schießt sowohl Automobilhersteller aus Deutschland mit ein als auch weltweit führende Technologieunternehmen sowie die Europäische Raumfahrtagentur ESA.

Darüber hinaus wird das Unternehmen in Großröhrsdorf in Sachsen eine Fabrik für die Massenproduktion von Elektroden errichten. Damit werden im lokalen Umfeld Arbeitsplätze geschaffen, so wie es in den Zielvorgaben des Investmentplans für Europa festgehalten ist, unter denen der Kredit durch die Europäische Kommission vergeben wurde.

Ultrakondensatoren können innerhalb weniger Sekunden Energie speichern und wieder abgeben und halten über eine Millionen Ladungs- und Entladungszyklen stand. Damit eignen sie sich in der Industrie überall dort, wo zuverlässige, sofort abrufbare Energie gebraucht wird. Das ist ein Vorteil im Gegensatz zu den eher traditionellen Batterien, die durch die langen Ladezeiten für langsamen Energiespeicher und mit niedrigerer Lebensdauer eingesetzt werden.

Die von Skeleton Technologies entwickelten Graphen-basierenden Ultrakondensatoren stellen nach Unternehmensangaben eine vierfach höhere Leistungsdichte und eine bis zu zweifach höherer Energiedichte als ihre direkten Mitbewerber zur Verfügung und bieten damit Kunden ein effizienter einsetzbares Energiesystem an.

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