CATL startet mit der IHK Südthüringen ein Ausbildungsprogramm für Batterietechnologie – langfristig soll ein neues Berufsbild entstehen.
Der Batteriehersteller CATL will den Fachkräftebedarf in entsprechenden Branchen wie vor allem der Automobilindustrie mit einem neuen Ausbildungsangebot decken. In Kooperation mit der IHK Südthüringen startet am Standort Arnstadt ein Zertifikatskurs, der Auszubildenden Basiswissen zur Batterietechnologie vermittelt. Zielgruppe sind Jugendliche im zweiten Lehrjahr. Nach bestandener Prüfung vergibt die IHK ein offizielles Zertifikat.
Laut CATL-Geschäftsführer Matt Shen sei die Investition in Fachwissen entscheidend für die Zukunft der Auszubildenden. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass neue Technologien auch neue Berufsbilder erforderlich machten. Gemeinsam mit Bildungspartnern soll in einem nächsten Schritt die Einführung eines neuen Ausbildungsprofils im dualen System geprüft werden.
CATL produziert seit 2023 in Arnstadt Batteriezellen und beschäftigt dort rund 1.700 Mitarbeitende sowie 30 Auszubildende. Um dem wachsenden Bedarf an qualifiziertem Personal zu begegnen, werden Ausbilder über ein vom Bundeswirtschaftsministerium gefördertes Projekt geschult. Das Schulungskonzept umfasst technisches Wissen zu Materialien, Fertigungsprozessen und Recycling sowie rechtliche und arbeitsschutzrelevante Inhalte.
Die IHK Südthüringen betont, dass die Kooperation mit einem internationalen Unternehmen zeige, wie regionale Institutionen und Industrie gemeinsam Verantwortung übernehmen. Ziel sei es, praxisnahe Qualifizierungsangebote für die Batterieindustrie zu schaffen und langfristig den Bedarf an Fachkräften zu sichern.