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Bordnetz Kongress 2022 mit zahlreichen Programm-Highlights

19. Juli 2022, 12:26 Uhr | Irina Hübner
Bordnetz Kongress
© WEKA Fachmedien

Am 20. September 2022 findet der Bordnetz Kongress an der Hochschule Landshut statt – endlich wieder live. Das Vortragsprogramm umfasst hochaktuelle Themen wie die Resilienz der Lieferkette. Auch zwei 1,5-stündige Workshops sind Teil der Veranstaltung.

Das Programm für den 11. Bordnetz Kongress der Elektronik automotive ist online. Aktuell läuft die Anmeldung zum Frühbucherpreis. Auch dieses Jahr erwartet die Teilnehmer ein vielseitiges Programm mit spannenden Vorträgen und zwei informativen Workshops.

Die Programm-Highlights

Den Auftakt-Vortrag direkt nach der Begrüßung durch Prof. Rausch von der Hochschule Landshut hält Georg Schnauffer, Forschungskoordinator ARENA 2036 (»Active Research Environment fort the Next generation of Automobiles«). Er wird über die Bedeutung von Standards (z.B. DIN NORM, VWS, VEC, ...) für die Zukunft der Digitalisierung entlang der Prozesskette sprechen.

Resilienz in Produktion und Lieferkette

Zu den Programm-Highlights zählt sicherlich auch der durch Prof. Roderer moderierte Vortrag über »Quantencomputing und Resilienz in Produktion und Lieferkette: ‚Act on the expected, re-act (fast!) on the unexpected‘.

Die Lieferketten der globalisierten Automobilindustrie unterliegen derzeit hohem Stress, insbesondere Kabelbäume mit manueller Produktion und Losgröße-1 sind betroffen. Dies führt zu hochkomplexen und zunehmend dynamischen Lieferketten. Die Adaptionsfähigkeit beruht auf Kenntnis von Situation und Möglichkeiten für OEMs und Lieferanten. Neue Werkzeuge und Methoden zur Darstellung und effizienten Bewertung von Optionen werden nötig. Quantencomputing bietet hierzu Möglichkeiten – auch für das Bordnetz.

Der Vortrag ist zweigeteilt: Zuerst verdeutlicht Andreas Rohnfelder von Fujitsu die Rolle des Quantencomputings als Gamechanger. Im Anschluss geht Dr. Andreas Boehm von Bayern Innovativ die Frage an, wie der Einstieg ins Quantenzeitalter für die Industrie gelingen könnte.

Workshop: »Das zukünftige Fahrzeug ist optisch«

Auf dem diesjährigen Bordnetz Kongress bietet KDPOF einen technischen Workshop an, um den Teilnehmern die Vorteile der optischen Kommunikation für das Bordnetz zu zeigen. Die Teilnehmer werden die Möglichkeit haben, eine optische Verbindung im laufenden Verkehr zu sehen und sich mit optischen Steckverbindern und Kabeln in Automobilqualität vertraut zu machen. Sämtliche Zweifel oder Fragen der Teilnehmer:innen im Zusammenhang mit der optischen Kommunikation werden geklärt.

Unter anderem kommen die üblichen Bedenken bezüglich optischer Verbindungen im Automobilbereich zur Sprache: Kosten, Biegeradius des Kabels, Vibrationen, Temperatur, schmutzige Umgebung und Abmessungen des Anschlusses (Fläche der Leiterplatte und Fläche des optischen Anschlusses an der Frontplatte des Steuergeräts).

Abschließend werden die Hauptunterschiede zwischen der aktuellen Generation von optischen KDPOF-Transceivern mit 1 Gb/s und der nächsten Generation zusammengefasst, die standardisiert wird und derzeit in der Entwicklung ist, um Multi-Gigabit-Raten zu erreichen.

Workshop: »Begriffsklärung Digitaler Zwilling«

Einen weiteren, parallel stattfindenden Workshop zum Thema »Digitaler Zwilling« hält Dr. Max Ungerer vom prostep ivip.

In den aktuellen Diskussionen zur Digitalisierung in der Produktentwicklung für das Bordnetz wird häufig der Begriff Digitaler Zwilling (Digital Twin) verwendet und die Bedeutung für die Leitungsstrang-Wertschöpfungskette hervorgehoben. Vielfach ist jedoch nicht eindeutig klar, was mit dem Begriff gemeint ist: Es wird vom Digitalen Zwilling des Gesamtfahrzeugs, vom Bordnetzzwilling, Digitalen Zwilling in der Produktentwicklung, in der Fertigung, in Service und Betrieb, oder vom digitalen Zwilling der Produktionsstätten und Fertigungseinrichtungen gesprochen.

Der Workshop soll dazu beitragen, die Begriffe zu klären und abzugrenzen. Die Anwendungsfälle und der Nutzen für einen Digitalen Zwilling sollen herausgearbeitet werden.

Die Abschluss-Keynote

Zum Abschluss der Veranstaltung referiert Dr. Matthias Korte von Leoni über »Agile Entwicklung des Backbone als Lösung für zukünftige Energieübertragung – Von der Vision zum Produkt«:

Mit der Elektrifizierung des Antriebsstranges, des dadurch eingeführten Hochvolt-Batteriespeichers und der zonalen Fahrzeugarchitektur verändern sich auch die Anforderungen an die Energieübertragung im Fahrzeug. Dort, wo bisher aus EMV Gründen die Energieversorgung des Fahrzeuges verlief, sitzt jetzt die HV-Batterie für das Fahrzeug. Zur Versorgung der vorderen, elektrischen LV-Komponenten aus der HV-Batterie mittels eines DC/DC-Konverters stellen klassische, flexible Rundleiter nicht mehr die optimale Lösung dar.

Bei einer Verschiebung der Energieversorgung in den Innenraum spielen insbesondere die Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit, der begrenzte Bauraum und die Maxime zur vollautomatisierten Fahrzeugmontage, neben den Kosten und dem Gewicht eine große Rolle. Eine mögliche Lösung ist die Energieübertragung mittels starrer Stromschienen, dem Energie-Backbone.

Anmeldung und weitere Informationen

Das vollständige Programm, wichtige Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf den Webseiten des Bordnetz Kongresses.
Der 11. Bordnetz Kongress der Elektronik automotive findet in bewährter Kooperation mit dem Verein prostep ivip statt, der das Bordnetz-Datenaustauschformat VEC (Vehicle Electric Container) maßgeblich vorantreibt.

Das war der Bordnetz Kongress 2021

Falls Sie einen Vorgeschmack auf das Event bekommen möchten, lesen Sie doch unseren Nachbericht zum Bordnetz Kongress 2021. Ein besonderer Schwerpunkt der virtuellen Vorjahresveranstaltung waren die Vorträge zur »Innovationsinitiative Leitungssatz« unter dem Dach von ARENA 2036.


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