Protokoll-Trigger- und Dekodier-Software

Keysight ermöglicht Verifizierung und Debugging von CAN XL

27. April 2022, 9:12 Uhr | Irina Hübner
Die D9010AUTP-Software von Keysight ist mit den Infiniium-Oszilloskopen des Unternehmens kompatibel und erlaubt die Verifizierung und das Debugging von CAN-XL.
© Keysight

Eine neue Protokoll-Trigger- und Dekodier-Software erleichtert die Entwicklung und Fehlersuche bei verschiedenen CAN-Bus-Systemen. Keysight hat die oszilloskopbasierte Lösung namens D9010AUTP auf den Makrt gebracht, die CAN XL (Controller Area Network eXtra Long) abdeckt.

Damit können Ingenieure serielle Low-Speed-Automotive-Busprotokolle verifizieren und debuggen und die Entwicklung und Fehlerbehebung von Systemen einschließlich CAN/CAN FD (Flexible Data Rate) und CAN XL vereinfachen.

CAN XL ist der CAN-Standard der dritten Generation, der von der CAN in Automation Group (CiA) entwickelt wird. Er verbessert das bewährte CAN-FD-Protokoll durch eine höhere Nutzdatenmenge und eine höhere Bitrate. Die Geschwindigkeit der CAN XL-Datenphase ist auf 10 Mbit/s oder mehr spezifiziert, abhängig von den Transceiver-Fähigkeiten und den Komponenten der Bitübertragungsschicht. CAN XL verfügt über zwei Betriebsmodi – Fast Mode und SIC Mode (oder Slow Mode).

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Die Automotive-Decoder-Software von Keysight triggert und dekodiert das SIC-Modus-Signal in der Arbitrierungsphase sowie das Fast-Modus-Signal in der Datenphase korrekt. Sie verarbeitet auch die mit CAN HS/FD/SIC-Transceivern implementierten CAN XL-Protokolle.

Die D9010AUTP-Software im Detail

Die D9010AUTP-Software von Keysight ist mit den Infiniium-Oszilloskopen des Unternehmens kompatibel, wobei die Softwareversion 11.30 oder höher für MXR/EXR/UXR-Modelle und die Version 6.72 oder höher für andere Infiniium-Oszilloskopmodelle verwendet wird. Damit haben Anwender folgende Möglichkeiten:

  • Das Oszilloskop in weniger als 30 Sekunden für die Dekodierung der Protokolle CAN, LIN, CAN-FD, CAN XL, FlexRay und SENT einzurichten,
  • Zugang zu einer Vielzahl von integrierten Triggern auf Protokollebene zu erhalten,
  • Zeit zu sparen und Fehler zu vermeiden, indem Pakete auf Protokollebene angezeigt werden,
  • Zeitkorrelierte Ansichten zu verwenden, um Probleme mit seriellen Protokollen schnell auf die Ursache bezüglich des Timings oder der Signalintegrität zurückzuverfolgen.

 

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»Technologien für Bordnetzwerke spielen eine zentrale Rolle bei der schnellen und zuverlässigen Übertragung von Daten von Sensoren zu KI-Entscheidungseinheiten sowie zwischen sicherheitsrelevanten elektronischen Steuergeräten und elektronischen Systemen im Fahrzeug«, sagte Thomas Götzl, Vice President und General Manager der Keysight Business Unit Automotive & Energy Solutions. »Die Vielfalt der seriellen Automobilbusstandards spiegelt die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen der Automobilindustrie wider, und Keysight freut sich, weiterhin branchenführende Lösungen anbieten zu können, die zusätzliche Funktionen und Anwendungsfälle unterstützen.«

Weitere Informationen über die Keysight Automotive Protocol Trigger and Decode Software finden Sie im Datenblatt zum Keysight D9010AUTP.


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