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Laden mit grünem Strom

Tesvolt liefert Stromspeicher für größten E-Auto-Ladepark Europas

22. April 2020, 08:41 Uhr   |  Irina Hübner

Tesvolt liefert Stromspeicher für größten E-Auto-Ladepark Europas
© Roland Schüren

Zwölf Tesla Supercharger auf Paletten sind bereits provisorisch installiert. Künftig wird es 114 Ladeplätze verschiedener Betreiber geben.

Für Europas größten Ladepark für Elektrofahrzeuge am Autobahnkreuz Hilden stellt Tesvolt Stromspeicher-Container mit einer Gesamtkapazität von 2 MWh bereit. 114 Ladeplätze verschiedener Betreiber soll es dort künftig geben.

Rund 235.000 Fahrzeuge passieren den Autobahnknotenpunkt Kreuz Hilden zwischen der A3 und der A46 in Nordrhein-Westfalen täglich. Dort entsteht auf 12.000 m² Fläche das größte Ladepark-Projekt Europas. An 40 Superchargern der V3-Generation von Tesla und 22 Schnellladeplätzen des niederländischen Anbieters Fastned können Elektrofahrzeuge ihren Akku mit einer Ladeleistung von bis zu 350 kW aufladen. Dazu kommen weitere acht öffentliche Ladeplätze mit einer Ladeleistung von bis zu 22 kW und 44 Ladeplätze für Mitarbeiter und Mieter, die der Bio-Bäcker Roland Schüren betreibt.

Während des Ladevorgangs können Autofahrer das Bäckerei-Café-Bistro nutzen oder das vertikale Gewächshaus besuchen, das ebenfalls am Standort entsteht. Dieses erstreckt sich auf 1.000 m² über vier Stockwerke. Hier werden Salat, Erdbeeren und Blaubeeren für den Bedarf der Bäckerei kultiviert. Die Abwärme der Backstube wird für Heizung, Warmwasser und das Vertical Farming genutzt. Im August soll der erste Bauabschnitt mit etwa der Hälfte der Ladesäulen eingeweiht werden.

Der größte Elektroauto-Ladepark Europas

Bislang noch eine Baustelle: Am Autobahnkreuz entsteht derzeit Europas größter Ladepark für Elektrofahrzeuge.
114 Ladeplätze sollen entstehen, darunter 62 Schnellladeplätze.
Zwölf Tesla Supercharger auf Paletten sind bereits provisorisch installiert.

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Alle Ladeplätze werden zu 100 Prozent mit grünem Strom versorgt. So werden die beiden Batteriespeicher des Wittenberger Herstellers Tesvolt einerseits Strom aus der Photovoltaikanlage mit über 700 kW Peak-Leistung und aus zwei kleineren Windkraftanlagen zwischenspeichern, um teure Lastspitzen zu kappen. Sie sollen aber auch grünen Strom aus dem Netz speichern, wenn dieser besonders günstig ist und das Stromnetz entlasten, wenn mehr Strom im Netz ist als abgenommen wird. Voraussichtlich werden sich die beiden Speicher bereits nach wenigen Jahren amortisiert haben. Im Rahmen des Förderprogramms progres.nrw wird das Land Nordrhein-Westfalen zudem einen Teil der Investitionskosten übernehmen.

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