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Preiserhöhung des neuen Hoffnungsträgers

Tesla nimmt Model 3 für 35.000 Dollar wieder aus Online-Angebot

12. April 2019, 09:50 Uhr   |  dpa | Stefanie Eckardt

Tesla nimmt Model 3 für 35.000 Dollar wieder aus Online-Angebot
© Christophe Gateau | dpa

Tesla erhöht den Grundpreis für das Model 3. Zudem tut sich der Elektroautobauer mit der Expansion des Elektrofahrzeugs nach Europa und China schwerer als gedacht.

Tesla nimmt die Basisversion seines Hoffnungsträgers Model 3 als Elektroauto zum Preis von 35.000 Dollar schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Online-Angebot. Erst vor wenigen Wochen hatte der E-Autobauer diese Variante verfügbar gemacht. Interessenten müssen nun im Laden oder per Telefon ordern.

Es ist die nächste Kehrtwende von Tesla-Chef Elon Musk: Vor kurzem hatte er angekündigt, Elektroautos der Firma sollen grundsätzlich nur noch online bestellbar sein. Zugleich hatte er damals auch die Schließung vieler Tesla-Läden in Aussicht gestellt – doch schon wenig später hieß es, es sollen doch mehr Geschäfte bleiben als zunächst geplant.

Tesla integriert nun zudem das Fahrassistenz-System Autopilot standardmäßig, was den Einstiegspreis ebenfalls erhöht. Der günstigste Tesla, den man in den USA per Online-Konfigurator kaufen kann, ist somit das Model 3 in der Version Standard Plus für 39.500 Dollar vor Steuern und Elektroauto-Vergünstigungen. Bisher hatte die Variante 37.500 Dollar gekostet, und beim Buchen auch der Autopilot-Funktion wären noch einmal 3.000 Dollar fällig geworden.

Tesla erklärt die Umstellung mit der Notwendigkeit, die Kosten zu optimieren und das Geschäft zu verschlanken. Deshalb werde auch die Standard-Version baugleich mit dem Standard-Plus-Modell sein – nur dass bei ihr die Reichweite per Software eingeschränkt sei. Käufer könnten deshalb nachträglich auch die Software-Sperre entfernen lassen.

Tesla hatte ursprünglich das Model 3 als Elektroauto zum Preis ab 35.000 Dollar angekündigt. Zunächst wurden aber besser ausgerüstete teurere Versionen verkauft, um die hohen Kosten des langwierigen Produktionsanlaufs schneller einzuspielen. In Deutschland kann man die günstigste Version des Model 3 für 44.500 Euro bestellen.

Darüber hinaus tut sich der US-Elektroautobauer sich mit der Expansion seines Hoffnungsträgers nach Europa und China schwerer als gedacht. Wegen des hohen Transportaufwands brachen die Auslieferungen der Firma von Tech-Milliardär Elon Musk zu Jahresbeginn ein. Aktionäre reagierten schockiert und schickten die

Tesla

-Aktie Anfang April auf Talfahrt.

Tesla

hat im ersten Quartal deutlich weniger Fahrzeuge an die Kundschaft gebracht. Das Unternehmen teilte mit, rund 63.000 Autos ausgeliefert zu haben. Das ist ein Rückgang von 31 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und deutlich weniger als von Experten erwartet. Vom

Model

3

wurden 50.900 Stück ausgeliefert, das entspricht im Quartalsvergleich einem Minus von rund 20 Prozent.

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