Elon Musk fordert laut Reuters bis zu 134 Milliarden Dollar von OpenAI und Microsoft. Er argumentiert, beide hätten massiv von seiner frühen Finanzierung und Unterstützung profitiert. OpenAI und Microsoft weisen die Klage als unbegründet zurück. Der Prozess soll im April starten.
Reuters schreibt, dass Elon Musk in einem Gerichtsverfahren bis zu 134 Mrd. Dollar von OpenAI und Microsoft fordert. Laut einer am Freitag eingereichten Klageschrift argumentiert Musk, ihm stünden die sogenannten »unrechtmäßig erzielten Gewinne« zu, die beide Unternehmen aus seinem frühen Engagement bei OpenAI gezogen hätten.
Musk gibt an, dass OpenAI durch seine Beiträge zwischen 65,5 und 109,4 Mrd. Dollar an Wert gewonnen habe, während Microsoft Gewinne zwischen 13,3 und 25,1 Mrd. Dollar erzielt habe. Diese Zahlen legte er in Vorbereitung auf den anstehenden Prozess vor einem Bundesgericht vor. Der Milliardär war Mitgründer von OpenAI und beteiligte sich zwischen 2015 und 2018 maßgeblich an der frühen Finanzierung und Entwicklung des damaligen Start-ups.
Bei Reuters heißt es weiter, dass der Anwalt von Musk erklärte, dass OpenAI ohne Musk gar nicht existiert hätte. Er habe den Großteil der Anschubfinanzierung bereitgestellt, seine Reputation eingebracht und entscheidendes Know-how zum Skalieren eines Unternehmens geliefert. Ein Finanzexperte habe den daraus entstandenen Wert berechnet.
OpenAI wies die Forderung als »unseriös« zurück und sprach von einer gezielten Belästigungskampagne durch Musk. Microsoft äußerte sich zunächst nicht zur Höhe der geforderten Entschädigung. Beide Unternehmen haben Musks Schadensersatzforderungen juristisch angefochten und bezeichneten die Klage als unbegründet. Ein Microsoft-Anwalt erklärte zudem, es gebe keinerlei Beweise dafür, dass das Unternehmen OpenAI bei einem möglichen Fehlverhalten unterstützt habe.
Musk wirft OpenAI vor, seine ursprüngliche gemeinnützige Mission verletzt zu haben, als das Unternehmen in eine gewinnorientierte Struktur umgewandelt wurde. Ein Richter in Oakland, Kalifornien, entschied kürzlich, dass der Fall vor einer Jury verhandelt wird. Der Prozess soll im April beginnen.
In seiner Klageschrift führt Musk aus, er habe rund 38 Millionen Dollar beigesteuert, was etwa 60 Prozent der frühen Startfinanzierung von OpenAI entsprochen habe. Zusätzlich habe er beim Aufbau des Teams geholfen, wichtige Kontakte vermittelt und dem Projekt Glaubwürdigkeit verschafft.
Sollte die Jury OpenAI oder Microsoft für haftbar erklären, könnte Musk neben Schadenersatz auch Strafzahlungen und weitere Sanktionen verlangen, darunter möglicherweise eine gerichtliche Unterlassungsverfügung. OpenAI und Microsoft beantragten ihrerseits, die Aussagen von Musks Finanzgutachter vor Gericht einzuschränken, da dessen Berechnungen ihrer Ansicht nach spekulativ, nicht überprüfbar und irreführend seien.