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Transparenz bei Umweltauswirkungen

Polestar offenbart vollständige Ökobilanz seiner E-Fahrzeuge

16. September 2020, 11:08 Uhr   |  Irina Hübner

Polestar offenbart vollständige Ökobilanz seiner E-Fahrzeuge
© Polestar

Polestar veröffentlicht alle Einzelheiten über die Klimaauswirkungen seiner Elektrofahrzeuge. Zusätzlich appelliert das schwedische Unternehmen an die Automobilindustrie, eine höchstmögliche Transparenz bei Umweltauswirkungen anzustreben.

Ab sofort wird Polestar eine Zusammenfassung veröffentlichen, die die Klimaauswirkungen der Produktion seiner Elektrofahrzeuge aufzeigt. Die vollständige Ökobilanz des Unternehmens geht noch einen Schritt weiter und offenbart die gesamten Umweltauswirkungen der Fahrzeuge während ihres gesamten Lebenszyklus.

Dieser Schritt setzt neue Standards, denen andere Autohersteller nach der Überzeugung von Polestar folgen sollten. Denn die Branche hat sich in den letzten Jahren vergeblich darum bemüht, die Verbraucher von ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen zu überzeugen.

»Die Autohersteller waren in der Vergangenheit gegenüber ihren Kunden nicht transparent genug, in dem Versuch, über die Umweltauswirkungen ihrer Produkte aufzuklären«, kommentiert Thomas Ingenlath, CEO von Polestar. »Die Bemühungen waren nicht ausreichend. Wir müssen absolut ehrlich sein, so unangenehm es sein mag.«

Eine eigene Analyse von Polestar stellte fest, dass der Polestar 2 die Fabrik mit einer CO2-Bilanz von 26 Tonnen verlässt. Im Vergleich beispielsweise zu einem Volvo XC40 mit einem Verbrennungsmotor hat der Polestar 2 in der Herstellungsphase einen größeren Fußabdruck, was hauptsächlich auf den energieintensiven Batterieproduktionsprozess zurückzuführen ist.

Sobald das Fahrzeug beim Kunden eintrifft, sind weitere CO2e-Emissionen (CO2e – Kohlendioxidäquivalent) jedoch unerheblich, wenn es mit grüner Energie geladen wird. Bereits nach einer Fahrleistung von 50.000 km erzeugt das mit fossilen Brennstoffen betriebene Fahrzeug insgesamt mehr Treibhausgas-Emissionen als ein Elektrofahrzeug.

Polestar will auf den Mangel an Transparenz in der gesamten Branche hinweisen, da es für einen Verbraucher heute unmöglich ist, die Klimaauswirkungen verschiedener Fahrzeuge zu vergleichen. Ein wesentliches Problem hierbei ist, dass es eine Reihe von unterschiedlichen Berechnungsmethoden gibt, die von verschiedenen Autoherstellern für Ökobilanzen verwendet werden. Polestar stellt seine gesamte Methodik deshalb frei zur Verfügung und fordert auch andere Fahrzeughersteller auf, sich anzuschließen und für mehr Transparenz zu sorgen.

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