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Mobile Energieversorgung

Nissan Re-Leaf zur Notversorgung nach Katastrophen

30. September 2020, 09:54 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Nissan Re-Leaf zur Notversorgung nach Katastrophen
© Nissan

Der Nissan Re-Leaf soll für die mobile Energieversorgung nach Naturkatastrophen und Stromausfällen sorgen.

Auf Basis des Leaf hat Nissan einen Prototyp namens RE-Leaf entwickelt, der dank höherer Bodenfreiheit und weiterer Modifikationen direkt ins Zentrum von Katastrophengebieten gelangt, um dort Elektrizität für die Notversorgung und den Wiederaufbau bereitzustellen.

Naturkatastrophen sind die häufigste Ursache für Stromausfälle. Laut einem Bericht der Weltbank von 2019 waren sie zwischen 2000 und 2017 in Europa für 37 Prozent und in den USA für 44 Prozent der Stromausfälle verantwortlich. Meist dauert es in solchen Fällen zwischen 24 und 48 Stunden, bis die Stromversorgung wiederhergestellt ist. In dieser Zeit können Elektrofahrzeuge diese Funktion übernehmen: als mobile Energielieferanten für den Notfall.

Welches Potenzial Elektrofahrzeuge in solchen Krisenfällen besitzen, zeigt der Nissan Re-Leaf. Das Fahrzeug ist zwar nur ein Konzept zu Demonstrationszwecken, aber die Technik ist für den tatsächlichen Einsatz bestimmt und in dieser Form umsetzbar. In Japan nutzt Nissan das Fahrzeug bereits seit 2011 als Notstromlieferant und Transportmittel in Krisen und arbeitet mit mehr als 60 Lokalregierungen beim Katastrophenschutz zusammen. Über Nissan Energy Share fungieren Elektrofahrzeuge außerdem als mobile Speicher, um in Haushalten, aber auch die gesamtgesellschaftlich Angebot und Nachfrage auszugleichen.

Das Konzeptfahrzeuge nutzt die bidirektionale Ladefähigkeit des Leaf, die seit der Einführung des Elektroautos im Jahr 2010 zur Standardausstattung gehört. Das bedeutet, dass das E-Auto Strom nicht nur aus dem Netz ziehen kann, um seine Batterie zu laden, sondern auch über V2G-Technik zurück ins Netz einspeisen oder über V2X direkt an elektrische Geräte geben kann. Ein aktueller Leaf e+ mit vollgeladener 62-kWh-Batterie ist in der Lage, einen durchschnittlichen britischen Haushalt sechs Tage lang mit ausreichend Elektrizität zu versorgen.Über außen angebrachte wasserdichte Steckdosen lassen sich elektrische Geräte direkt mit der leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterie des Fahrzeugs verbinden.

Über außen angebrachte wasserdichte Steckdosen lassen sich elektrische Geräte direkt mit der Lithium-Ionen-Batterie des Stromers verbinden. Auf diese Weise können beispielsweise medizinische Geräte, Kommunikationsmittel, Beleuchtung und andere Ausrüstung auch nach einem Ausfall der öffentlichen Stromversorgung betrieben werden.

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