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Neues Joint Venture

Bosch und Qingling kooperieren bei der Brennstoffzelle

15. April 2021, 08:17 Uhr   |  Irina Hübner

Bosch und Qingling kooperieren bei der Brennstoffzelle
© Bosch

2021 soll eine Testflotte von 70 Lastwagen mit dem Fuel Cell Power Module von Bosch auf die Straße kommen. Der Marktstart des Antriebssystems ist für 2022/2023 geplant.

Bosch hat gemeinsam mit dem Premium-Nutzfahrzeughersteller Qingling Motors das Gemeinschaftsunternehmen Bosch Hydrogen Powertrain Systems gegründet. Das neue Unternehmen wird Brennstoffzellen-Systeme – sogenannte Fuel Cell Power Modules – für den chinesischen Markt entwickeln und vermarkten.

Mit dem Joint Venture verfolgen die beiden Unternehmen das Ziel, die Technologie- und Marktexpertise beider Partner zu bündeln und zur Entwicklung des Brennstoffzellen-Marktes in China sowie zur Transformation der dortigen Automobilindustrie beizutragen. Prognosen der China Society of Automotive Engineers (China-SAE) zufolge könnten in China bereits 2030 mehr als eine Million Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antrieb zugelassen werden.

Das im chinesischen Chongqing ansässige Joint Venture Bosch Hydrogen Powertrain Systems soll möglichst alle chinesischen Fahrzeughersteller mit Brennstoffzellen-Systemen beliefern. Die dafür benötigten Komponenten wie zum Beispiel Brennstoffzellen-Stack, Luftkompressor mit Leistungselektronik sowie Steuergerät mit Sensoren kommen von Bosch – überwiegend aus dem Werk in Wuxi. Dort startet in diesem Jahr die Kleinserienfertigung. Ebenfalls noch 2021 soll eine Testflotte von 70 Qingling-Lastwagen mit dem Fuel Cell Power Module von Bosch auf die Straße kommen. Der Marktstart des Brennstoffzellen-Systems ist für 2022/2023 geplant.

Bosch bringt in das Gemeinschaftsunternehmen seine Expertise in Brennstoffzellen-Systemen ein. Qingling verfügt als Premium-Hersteller über das komplette Portfolio von leichten über mittlere bis schwere Lkw. Mit seinem Engagement in der Elektrifizierung und bei Brennstoffzellen steuert Qingling Nutzfahrzeug-Know-how und jahrelange Erfahrung auf dem chinesischen Lkw-Markt bei.

»Wir nehmen bei der Industrialisierung der Brennstoffzelle jetzt im wahrsten Sinne des Wortes Fahrt auf. Innovative Technologien und strategische Partnerschaften sind der ideale Treibstoff, um zügig das Ziel eines möglichst klimaneutralen Straßenverkehrs zu erreichen«, sagt Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions.

Mit Qingling arbeitet Bosch schon seit Jahren in den Bereichen Kraftstoffeinspritzung und Abgasnachbehandlung zusammen. »Die neuerliche Kooperation stellt nicht nur einen Meilenstein auf dem Weg zur Industrialisierung der mobilen Brennstoffzelle dar, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der chinesischen Automobilindustrie«, sagt Du Weidong, Vorstandsvorsitzender von Qingling Motors.

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