VDE-Studie

Elektromobilität, Industriepolitik und Innovationsbremsen

16. November 2010, 9:39 Uhr | Stephan Janouch

Fortsetzung des Artikels von Teil 4

Fachkräftemangel bremst Innovationen

Ohne Elektroingenieure kein Elektroauto. Ob Deutschland Technologieführer im Bereich Elektromobilität werden kann, hängt in erster Linie vom Know-how seiner Ingenieure ab. Entscheidende Erfolgsfaktoren für die Zukunftsfähigkeit des Standorts sind die Bereiche Bildung und Ingenieur-Nachwuchs. Neun von zehn Unternehmen in der Elektro- und IT-Industrie sind der Meinung, dass der Trend zu Elektromobilität den Bedarf an Elektro-Ingenieuren weiter erhöhen wird. Aber acht von zehn befürchten, ihn nicht decken zu können. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels wichtig: Der VDE prognostiziert bereits heute eine Bedarfslücke, die sich aufgrund der demographischen Entwicklung ab 2020 nochmals vergrößern wird. Hintergrund hierfür sind geringe Absolventenzahlen, niedrige Frauenquoten, vermehrtes Ausscheiden älterer Ingenieure und weniger Schulabgänger. Für die Unternehmen sind Fachkräfte inzwischen eine kostbare Ressource: Immerhin 79 Prozent der Befragten geben an, ihren Bedarf an entsprechend ausgebildeten, beziehungsweise erfahrenen Fachkräften nicht ausreichend decken zu können und greifen dementsprechend bereits auf Absolventen/-innen verwandter Fächer zurück. Vor allem die mittelstandsgeprägten Automobilzulieferer benötigen ausreichend Ingenieurs-Nachwuchs. Nach Meinung der Befragten liegen die Potentiale der Elektromobilität vor allem in den Bereichen Technologieführerschaft (71 Prozent) und der Stärkung des Wirtschaftsstandortes (69 Prozent).


  1. Elektromobilität, Industriepolitik und Innovationsbremsen
  2. Deutschland spitze – China holt auf
  3. Politik ist jetzt gefordert
  4. VDE-Standard für Elektroautos vor internationaler Einführung
  5. Fachkräftemangel bremst Innovationen

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